Sport-Jahr der Superlative: 2006 werden Kassen dank Fußball- & Rad-WM klingeln!
- Neue Trends: Nordic Cruising und Aquafitness
- PLUS: 10 sportive Trends der nächsten zwölf Monate
·FORMAT: Die zehn Sport-Trends für 2006
Von Fußball über Rad- Fahren bis Nordic Cruising
Das Jahr 2006 verspricht für die Sport-Wirtschaft ein goldenes zu werden. Fußball- und Rad-Weltmeisterschaft werden die Kassen im Handel klingeln lassen. Trendsetter bevorzugen jetzt Schneeschuhwandern, Nordic Cruising oder relaxen mit Aquafitness.
Am 9. Juni wird in der Münchner Allianz Arena mit dem Spiel Deutschland gegen Costa Rica die Fußballweltmeisterschaft 2006 eröffnet. Die nackten Zahlen zum zweitgrößten Sportereignis der Welt sind pompös: Während des vierwöchigen Spektakels werden in den Stadien drei Millionen Fans die Spiele verfolgen, insgesamt 30 Milliarden Menschen weltweit zusehen, und 30.000 Journalisten berichten vor Ort.
Ein festliches Jahr steht auch für die Erzeuger von Sportartikeln und den Handel bevor. Experten schätzen das Potenzial im Einzelhandel weltweit auf rund zwei Milliarden Euro, 80 Prozent sollen in Europa in die Kassen fließen.
Auch wenn sich das heimische Nationalteam nicht qualifiziert hat, rechnet der hiesige Sporteinzelhandel mit Umsatzzuwächsen. "Die Fußball-WM ist das absolute Highlight des Jahres. Der Enthusiasmus wird auch nach Österreich überschwappen", ist sich Holger Schwarting, Geschäftsführer von Intersport Austria, sicher. Big Player wie Adidas, Nike und Puma haben die Lager längst mit den neuesten Kreationen bestückt. "Bei uns ist sogar die Woman-Kollektion von diesem Event inspiriert", erklärt Georg Kovacic von Adidas Vienna. Nike wird mit Produkten für Topstars wie Ronaldinho, Ronaldo oder Wayne Rooney bestechen. Und Puma-Austria-Chef Wolfgang Buchegger hofft auf viele Siege: "Wir statten elf von 32 WM-Teams aus, das färbt sicher positiv auf das Geschäft ab."
Die Innovation von Puma für das kommende Jahr: der "VSpeed", ein leichter, hochleistungsfähiger Fußballschuh, inspiriert von den afrikanischen Dribblanskis, denen Buchegger eine große Zukunft voraussagt.
Drahtesel zu Dumpingpreisen
"Das kommende Jahr ist in Sachen Sport ohnedies ein Jahr der Superlative", meint auch Hervis-Boss Alfred Eichblatt. Eichblatt, selbst passionierter Läufer, misst auch der Rad-WM in Österreich große Bedeutung zu. Sein Plan für 2006: Rennräder für Otto Normalverbraucher erschwinglich zu machen. Damit folgt er dem Trend der Schnäppchenjäger. Der Drahtesel ist ohnedies des Österreichers liebstes Sportgerät, bestätigt auch Harald J. Mayer, Eduscho-Österreich-Boss: "Man kann das Rad allein, in der Gruppe und zu jeder Jahreszeit benutzen."
Überhaupt ist der Österreicher sportlicher, als viele meinen, zumindest besagt dies die Statistik: Die Österreicher geben laut EU pro Kopf mit 160 Euro jährlich europaweit am meisten für Sportartikel aus.
Auch die neuesten Erfindungen der Sportartikelindustrie werden von den Österreichern gerne ausprobiert. 2006 gehen Trendsetter schneewandern und setzen sich auf der Skipiste einen Helm auf. Bei diesem Produkt verzeichnet der Handel gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 30 Prozent. Auch Lady-Carver finden hierzulande viele Käuferinnen. "Die sind leichter und drehfreudiger", erklärt Eichblatt diese Novität.
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