Heiße Umsätze für Österreichs Maroni-brater: 970 Standl erzielen 77 Mio. Euro!
- Kräftige Preiserhöhungen treiben Umsätze in die Höhe
·Schimmel, Würmer & Co am Maronistand
AK: 36 Wiener Budln im großen Qualitäts-Check
·Vitaminbombe: Was in der Maroni steckt
Reich an Vitamin E, B2 und tolle Einschlafhilfe
Maronibrater sind aus dem winterlichen Stadtbild nicht mehr wegzudenken: Rund 970 stehen von Oktober bis März in den größeren Städten Österreichs und verkaufen neben Maroni Bratkartoffel und Kartoffelpuffer. Die Umsätze, die auf den jeweils rund 2 Quadratmeter großen Ständen gemacht werden, sind beachtlich. In der Saison 2004/05 wurden österreichweit 76,6 Mio. Euro umgesetzt. Das ist deutlich mehr als in einem ganzen Jahr im österreichischen Lebenmittelhandel für Energy Drinks ausgegeben wird. Dies geht aus einer der APA vorliegenden Branchenstudie der Kreutzer Fischer & Partner Consulting hervor.
Allein in Wien beträgt der Umsatz der Maronibrater fast 19 Mio. Euro. Im Schnitt kommt ein Stand auf 79.000 Euro pro Saison. Rechnet man die Standplatzkosten, Wareneinsatz und Personalaufwand ab, verbleiben rund 50.000 Euro pro Stand. Offiziell sind es laut Studie allerdings deutlich weniger. Eine Stichprobenerhebung der MA 6 in Wien habe ergeben, dass der Saisonumsatz pro Stand mit 8.000 Euro angegeben wird.
Auf Grund kräftiger Preiserhöhungen sind die Umsätze in den vergangenen Jahren im Schnitt um 9 Prozent gestiegen. Im Zuge der Europreisumstellung kletterten die Umsätze um 15 Prozent. Derzeit bezahlt man in der Wiener Innenstadt für 8 Stück 1,50 Euro, im Jahr 2000 musste man dafür nur 1,0 Euro ausgeben. Während sich die Lebensmitteldiskonter Preissschlachten liefern, agieren die Maronibrater "wie auf einem anderen Stern", so der Studienautor Andreas Kreutzer.
Rund 27,7 Mio. Portionen Maroni werden pro Saison verkauft. Auf jeden Österreicher kommen daher im Schnitt rund 3,3 Portionen heißer Maroni. Insgesamt entfallen 62 Prozent des Umsatzes auf Maroni, der Rest auf Kartoffelpuffer und Bratkartoffel.
Die Maronibraterei war ursprünglich durch ein Patent von Maria Theresia nur den Wanderhändlern vorbehalten. Heute ist es ein freies Gewerbe, dass von jedem ausgeübt werden kann. Die Zahl der Gewerbeanmeldungen steigt rasant. Derzeit betreiben in Wien 190 Unternehmen 250 Stände. Im Jahr 2000 gab es in Wien erst 190 Maronistände. (apa)
Euro-Krise Spanien16:18
Spanien am AbgrundRettung einer maroden Großbank stößt Spanien tief in den Strudel der Euro-Krise
Steiermark19:54
Tödlicher TauchgangFrau fährt in einen Wasserkanal der Mur. Lenkerin wird nur noch tot geborgen.
EURO 2012 Deutschland19:32
EM ohne DraxlerLöw sortiert vier Spieler aus dem Teamkader aus. Auch Stürmer Cacau nur Zuseher.

