Frohes Fest für Telekom-Mitarbeiter: 2,9% mehr Gehalt wurde vom Vorstand genehmigt
- Betriebsrat sieht den Abschluss sogar über Metallern
- 80 Euro Mindesterhöhung für jeden Angestellten
Die etwa 13.000 Beschäftigten der Telekom Austria bekommen im nächsten Jahr 2,9 Prozent mehr Gehalt. Darauf haben sich Vorstand und Betriebsrat nach zähen Verhandlungen in der sechsten Runde doch noch geeinigt. Der Vorstand garantiert dabei eine Mindesterhöhung um 80 Euro pro Monat. Auch die Zulagen wurden zum ersten Mal seit fünf Jahren um einen Fixbetrag erhöht.
De facto liege die Gehaltserhöhung bei der Telekom damit im Durchschnitt bei 3,4 Prozent und sogar über dem Abschluss der Metaller von 3,1 Prozent, sagte Betriebsrats-Chef Kolek am Dienstag zur APA. Normalerweise gilt der KV-Abschluss der Metaller in Österreich als Obergrenze für Gehaltsverhandlungen.
Auch der Telekom-Vorstand betonte am Dienstag, dass der vereinbarte Kollektivvertrag für 2006 "über den Abschlüssen vergleichbarer Unternehmen" liege. Das Unternehmen würde damit die "Mitarbeiter am außerordentlich guten Unternehmenserfolg in Form eines entsprechend hohen Gehaltsabschlusses teilhaben lassen", erklärte Generaldirektor Sundt.
Betriebsratschef Kolek sprach am Dienstagabend von einem "netten Weihnachtsgeschenk für die Kollegen". Statt einer Einmalzahlung habe man diesmal mit der Mindesterhöhung eine "nachhaltige Lösung" erreicht. Die Verhandlungen seien "nicht leicht gewesen". Letztendlich habe man aber eine "für beide Seiten verträgliche Lösung gefunden", so der Betriebsrat.
Die Telekom Austria hat in den ersten drei Quartalen heuer den Nettogewinn um 85,6 Prozent auf 375,5 Mio. Euro und den Umsatz um 5,8 Prozent auf 3,206 Mrd. Euro erhöht. Für das Gesamtjahr 2005 geht die Telekom von einem Anstieg des Nettogewinns von 227,3 Mio. Euro auf mindestens 370 Mio. Euro aus. Der Umsatz - im Vorjahr 4,056 Mrd. Euro - soll heuer im Gesamtjahr um mehr als 5 Prozent steigen. (apa/red)
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