Dienstag, 20. Dezember 2005

Neue Studie zeigt: Österreicher sind beim Lebensmitteleinkauf "Konsumpatrioten"!

  • Kontrollierte Qualität & reichhaltiges Angebot wichtig

Beim Lebensmitteleinkauf schätzen die Österreicher "kontrollierte Qualität" und "reichhaltiges Angebot" der heimischen Produkte. Dies zeigt eine Studie, die von der Österreichischen Hagelversicherung in Auftrag gegeben wurde. Das Ergebnis unterstütze auch die Klima-Initiativen der Hagelversicherung: Die Konsumenten wollten heimische Lebensmittel, weil dies zu kürzeren Transportwegen führe, damit das Klima schütze und zusätzliche Arbeitsplätze schaffe.

Das market Institut und die Linzer Johannes Kepler-Universität befragten mehr als 1.000 Frauen und Männer über 15 Jahre aus ganz Österreich zum Lebensmitteleinkauf. Dabei sind 80 Prozent der Meinung, dass mit dem Kauf heimischer Lebensmittel nur kurze Transportwege entstehen und dadurch das Klima geschützt und die Wirtschaft gestärkt wird. Für nahezu zwei Drittel der befragten Personen werden dadurch auch Arbeitsplätze gesichert.

Werner Beutelmeyer, Leiter des Marktforschungsinstitutes market, erläuterte, dass heimische Lebensmittel für 60 Prozent der Befragten ein wichtiger Bestandteil des Nationalstolzes seien. Für 75 Prozent der Befragten ist kontrollierte Qualität aus Österreich besonders wichtig. 65 Prozent legen ebenso großen Wert auf ein reichhaltiges Angebot an heimischen Lebensmitteln

"Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Richtigkeit unserer Klimainitiative. Seit zwei Jahren werben wir für eine verstärkte Nachfrage nach regionalen Produkten und den damit verbundenen Chancen für den Klimaschutz und die Wirtschaft. Das oberste Ziel, nämlich Bewusstsein für die hervorragenden Eigenschaften der heimischen Lebensmittel zu schaffen, konnte erreicht werden, wie die Zahlen der Studie eindrucksvoll belegen. Diese Evaluierung ist aber gleichzeitig ein Auftrag, diesen Weg konsequent fortzusetzen", so Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Hagelversicherung, in einer Aussendung.

Die Initiative der Hagelversicherung wird auch von Raiffeisen Generalanwalt Christian Konrad unterstützt, der darin eine "wichtige Gegenbewegung zur aktuellen Entwicklung in der europäischen Agrarpolitik" sieht, die immer stärker weg von der bäuerlichen hin zur industriellen Landwirtschaft gehe. "Wenn Agrarprodukte durch die halbe Welt transportiert werden, ehe sie beim Konsumenten ankommen, belastet dies die Umwelt und letztlich die Gesundheit der Menschen. Wer heimische Produkte kauft, tut damit aber nicht nur sich selbst etwas Gutes, er fördert auch die regionalen Märkte und unterstützt damit unsere Bauern", meint Konrad.

Das Bewusstsein, dass gesunde Lebensmittel auch etwas kosten, werde durch die internationalen Trends im Handel, wonach agrarische Produkte oft zu Schleuderpreisen angeboten werden, unterlaufen. Konrad begrüßt daher, "dass die Österreichische Hagelversicherung mit ihrer Kampagne für den Kauf regionaler Produkte konsequent gegen diesen Trend arbeitet." (apa)

20.12.2005 12:03