Dienstag, 20. Dezember 2005

ÖIAG sucht Alleinvorstand: Stelle offiziell ausgeschrieben - Michaelis so gut wie fix!

  • Bestellung in nächster Aufsichtsratssitzung am 7. April

Die Staatsholding ÖIAG hat die Suche nach einem Alleinvorstand (ab 1. Juli 2006) mit der Ausschreibung des künftigen Postens in mehreren österreichischen Tageszeitungen offiziell eingeleitet. Die Ausschreibung selbst war am 16. Dezember vom Aufsichtsrat beschlossen worden. Schon seit längerem soll es praktisch fix sein, dass Peter Michaelis (59), dessen jetziger Vertrag als ÖIAG-Vorstandsmitglied per Ende Juni 2006 ausläuft, in der nächsten Aufsichtsratssitzung am 7. April wiederbestellt wird.

Wie es im Ausschreibungstext heißt, "wird eine international erfahrene Führungskraft gesucht, die geeignet und bereit ist, an der Erfüllung der Aufgaben der ÖIAG gemäß ÖIAG-Gesetz 2000 und Privatisierungsauftrag der Bundesregierung mitzuwirken". Im Wesentlichen sind das Aufgaben des Privatisierungs- und Beteiligungsmanagements sowie die Schuldentilgung. Die Dauer der Bestellung behält sich der Aufsichtsrat vor. Bewerbungen sind innerhalb eines Monats nach dem Tag der Bekanntmachung an ÖIAG-Präsident Alfred Heinzel zu richten.

Wie berichtet soll Michaelis' Vorstandskollege Rainer Wieltsch (61) nach Auslaufen seines Mandats (per 30. Juni 2006) einen Konsulentenvertrag erhalten und wie bisher seine Funktionen als Aufsichtsratschef der ÖIAG-Beteiligungsgesellschaften OMV und AUA ausüben.

Grund für die künftige Verkleinerung des ÖIAG-Vorstands: Die auf politischer Ebene geplante Umwandlung der ÖIAG in eine Beteiligungs- und Management-Holding, in die große Infrastrukturbetriebe des Bundes eingebracht werden sollen, liegt derzeit auf Eis. Diese Holding wird es vorerst nicht geben, jedenfalls nicht in dieser Legislaturperiode.

Nachdem die ÖIAG in den vergangenen Jahren von ihrem Privatisierungsprogramm den Löwenanteil abgearbeitet hat, hält sie nun nur mehr eine Hand voll Beteiligungen: an Post (100 Prozent), Telekom Austria (25,2 Prozent), OMV (31,5 Prozent), AUA (39,7 Prozent) und GKB-Bergbau (100 Prozent). (apa)

20.12.2005 11:03