Montag, 19. Dezember 2005

Pensionen kommen Österreich weiter teuer:
PVA-Budget 2006 mit 23,58 Mrd. € geplant

  • Entspricht einer Steigerung um 4,2 Prozent

Der Aufwand für das Pensionssystem wird im nächsten Jahr weiter steigen. Das Budget der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) für 2006 wurde mit 23,58 Milliarden Euro veranschlagt, was einer Steigerung um 4,2 Prozent gegenüber heuer entspricht. Den Schwerpunkt bildet der ASVG-Bereich mit 22,40 Mrd. Euro (95 Prozent), für den Bereich Pflegegeld sind 1,15 Mrd. (4,85 Prozent) veranschlagt, für den Bereich Nachtschwerarbeit 0,038 Mrd. (0,15 Prozent), wie die PVA am Montag in einer Aussendung mitteilte.

Nicht berücksichtigt sind bei diesen Zahlen freilich die Beamten-Pensionen, da diese nicht über die PVA abgewickelt werden. Bei den ASVG-Pensionen entfallen 13 Mrd. Euro auf Alterspensionen, 4 Mrd. auf Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen und 2,9 Mrd. Euro auf Hinterbliebenen-Pensionen (Witwen, Witwer, Waisen). Mit einem Zuwachs von 6,7 Prozent bei den Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen erweist sich dieser als der am stärksten anwachsende Sektor.

Von den Versicherten werden über die Pensions-Beiträge 19,39 Mrd. Euro aufgebracht, dem steht ein Pensionsaufwand von 19,96 Mrd. gegenüber. Die Deckungsquote beträgt damit 97,2 Prozent. Erwartet wird von der PVA ein Anstieg bei der Zahl der Pflichtversicherten um 32.500 gegenüber 2005 auf rund 2,785.000.

Der Beitrag des Bundes wurde mit 2,36 Mrd. Euro veranschlagt und ist gegenüber dem Jahr 2005 nahezu gleich hoch (+ 0,2 Prozent). Im Vergleich zum Jahresabschluss 2004 mit 3,61 Mrd. hat sich der Bundesbeitrag allerdings um beachtliche 34,5 Prozent vermindert. Für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation wurden für 2006 464,14 Mio. veranschlagt, für die Krankenversicherung der Pensionisten 772,15 Mio., für Ausgleichszulagen 540 Mio. und für die Verwaltung 273,88 Mio.
(apa/red)

19.12.2005 10:09