Lauda lässt kein gutes Haar an Alonso-Wechsel: "Haben alles falsch gemacht!"
- Kritik des F1-Experten: Transfer bringt "nur Verlierer"
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Österreichs Formel-1-Legende Niki Lauda hat in der "Bild"-Zeitung Kritik an McLaren-Mercedes wegen des Alonso-Wechsels geübt. "Ich kann nur den Kopf schütteln, weil McLaren alles falsch gemacht hat, was man nur falsch machen konnte. Ron Dennis, der den Deal im Alleingang eingefädelt hat, hat vergessen, dass Menschen Emotionen haben und keine Maschinen sind", erklärte der dreifache Weltmeister im Interview mit dem deutschen Massenblatt.
"Der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist eine Katastrophe. Das geht nach hinten los. Was meinen Sie, wie Räikkönen findet, dass ihm plötzlich Alonso vor die Nase gesetzt wird? Räikkönen hatte den Hals eh schon voll nach der Saison, jetzt wird er mit dem Thema komplett durch sein. Der verlängert garantiert nicht mehr."
Für Lauda bringt der Transfer von Weltmeister Fernando Alonso von Renault zu den "Silberpfeilen" "nur Verlierer. Alonso wird sein Renault-Team nicht wiedererkennen. Wenn's nicht läuft, geht das Gerede unter den Mechanikern los. Und er selbst wird dann auch nur noch auf den Silberpfeil schauen. Zumal Briatore Renault nächstes Jahr sicher auch verlässt", glaubt der Wiener.
Und auch für den zweiten McLaren-Piloten Juan Pablo Montoya sei die Situation alles andere als einfach. "Das ist so ein emotionaler Bursche - und der kriegt jetzt so ins Gesicht! Er fährt mit dem Wissen, nur dritte Wahl zu sein. Das wird man an Montoyas Leistungen sehen", betonte Lauda, für den nun der Finne Kimi Räikkönen "alle Trümpfe in der Hand" hat. "Der wird die Teams jetzt schön bieten lassen: Ferrari, Toyota - alles ist möglich."
(apa/red)
