"Alonso-Wechsel ein Alleingang": Briatore lüftet Geheimnis nach Sensations-Transfer
- Renault-Teamchef: 'Hat McLaren allein kontaktiert'
- Weltmeister verdient bei Silber 80 Mio. Euro ab 2007
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Von McLaren über Alonso & Renault bis zu Red Bull
Der Sensations-Wechsel von Fernando Alonso zu McLaren-Mercedes ab der Saison 2007 ist laut Renault-Teamchef und Manager Flavio Briatore ein Alleingang des Formel-1-Weltmeisters gewesen. "Ich war zu keiner Zeit weder direkt noch indirekt in den Verlauf der Verhandlungen eingebunden", teilte Briatore einen Tag nach dem Transfer-Coup in einer Presseerklärung mit. Nachdem die beiden vor fast genau drei Monaten in Brasilien noch auf den WM-Triumph angestoßen hatten, stellte Briatore nun ernüchtert klar: "Er hat McLaren allein kontaktiert und mit ihnen verhandelt."
Briatore trat mit seiner Darstellung Spekulationen entgegen, er habe Alonso dem Konkurrenten angeboten. Denn ob Renault sein Formel-1-Engagement nach 2006 fortsetzen wird, ist nicht sicher. Der neue Konzernchef Carlos Ghosn gilt nicht als unbedingter Anhänger der kostspieligen "Königsklasse" des Motorsports.
"Alonsos Entscheidung stellt Renaults Engagement in der Formel 1 in Frage", mutmaßte dann auch die englische Zeitung "The Sun". Die französische Zeitung "Le Figaro" bezeichnete den angekündigten Wechsel als einen "harten Schlag für den französischen Autobauer. Renault wird seinen Weltmeister verlieren. Die Nachricht ist wie eine Bombe eingeschlagen." Alonso soll der Vertrag mit McLaren-Mercedes 20 Millionen Euro im Jahr einbringen. damit wäre er der zweitteuerste Fahrer hinter Rekord-Champion Michael Schumacher mit geschätzten 35 Millionen Euro.
"Räikkönen zu Ferrari? - Schumi entscheidet"
Durch den früh angekündigten Alonso-Wechsel steht die Formel 1 vor einer Saison voller Spekulationen. Vor allem der Wechsel von Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen zu Ferrari wird in der Gerüchteküche immer wieder hochgekocht. "Räikkönen zu Ferrari? - Schumi entscheidet", glaubt die italienische "Gazzetta dello Sport". Vor einige Zeit war schon von einem Vorvertrag berichtet worden, den der finnische McLaren-Mercedes-Pilot bei Ferrari unterschrieben haben soll. Dies wurde jedoch stets dementiert. Schumacher will erst Mitte 2006 entscheiden, ob er weiterfährt.
(apa/red)
