Weihnachts-Bilanz im Ski-Weltcup: Saison bisher extrem ausgeglichen und spannend
- Herren: 12 verschiedene Sieger in 15 Rennen
- Auch im Damen-Weltcup bisher Ausgeglichenheit
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Der alpine Ski-Weltcup 2005/2006 verläuft ausgerechnet in der Olympia-Saison ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Hatte im Vorjahr vor allem Bode Miller schon vor dem Jahreswechsel für einen Respektabstand zwischen sich und dem Rest der Welt gesorgt, liegt heuer zu Weihnachten die Spitze extrem dicht beieinander. 21 verschiedene Sieger in bisher 26 Rennen sprechen für sich.
Im Herren-Weltcup liegt das Feld auch nach 15 Bewerben immer noch extrem dicht zusammen. Dass die Top-4 gerade einmal durch 30 Punkte und die Top-16 nur durch 210 Punkte getrennt sind, hat laut ÖSV- Herren-Chef Toni Giger einen einfachen Grund: "Von den Favoriten hat niemand eine Siegesserie hingelegt. Zudem waren 50 Prozent der Speed- Rennen stark vom Wetter beeinträchtigt."
Dass mit Aksel Lund Svindal, der am Montag 23 Jahre alt wird, ein norwegischer Youngster führt, dessen beste Gesamt-Weltcup-Platzierung bis dato Rang 19 (2003/2004) ist, sorgt im kuriosen Olympia-Winter für das i-Tüpfelchen. Zum Vergleich: Im Vorjahr betrug in der Weihnachtspause allein das Loch zwischen Leader Bode Miller und seinem ersten Verfolger Benjamin Raich 312 Punkte.
Auch bei den Damen geht es an der Spitze eng her. Michaela Dorfmeister (502) geht mit nur zehn Punkten Vorsprung auf Janica Kostelic (492) in die Weihnachtspause, Weltcup-Titelverteidigerin Anja Pärson (440) hat trotz ihres Slalom-Doubles in Aspen und Spindlermühle als Dritte 62 Punkte Rückstand. Allerdings hat es bisher sechs Speed-Rennen (je drei Abfahrten bzw. Super G) und nur fünf technische Bewerbe gegeben.
"Die Dichte ist zweifellos größer geworden. Speziell im Riesentorlauf ist das Gesamt-Niveau sehr hoch", sah ÖSV-Damenchef Herbert Mandl absolut einen Trend. "Jedenfalls macht es das Ganze doch interessanter."
(apa)
