Im Abschiedswinter zum Gesamtweltcup? Dorfmeister zum Karriereende in Topform
- Super-G-Sieg fünfter Podestplatz in Olympiasaison
- Nach Sölden WC-Führende nie schlechter als Achte
·ÖSV-Doppelsieg im Val d'Isere-Super-G
Dorfmeister gewinnt vor Meissnitzer. Brydon 3.
·Kildow gewinnt die Abfahrt in Val d'Isere
Meissnitzer bei Chaos-Rennen 3., Blaser-Sturz
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Michaela Dorfmeister hat in ihrer letzten Saison das Zeug für den Überraschungscoup im Gesamtweltcup. Die Niederösterreicherin liegt nach neun der insgesamt 37 Weltcup-Bewerbe im Olympia-Winter 66 Punkte vor ihrer Teamkollegin Alexandra Meissnitzer. Zwar will die 32-Jährige weiterhin noch keine Gedanken an die Große Kugel verschwenden, doch wenn Dorfmeister ihre aktuelle Topform konservieren kann, dann ist ihr zweiter Gesamttriumph nach 2002 kein Ding der Unmöglichkeit.
Nach Platz 22 im Weltcup-Auftakt-Riesentorlauf in Sölden, der für die Super-G-Weltmeisterin von St. Moritz 2003 noch viel zu früh kam, startete Dorfmeister in Übersee voll durch. Die Plätze zwei und drei in den Abfahrten von Lake Louise, dazu noch die Ränge drei (Lake Louise) und zwei im Super G sowie fünf im Riesentorlauf (beide Aspen) bildeten die Basis für die Führung in der Gesamtwertung. Und bei der Rückkehr des Weltcups auf europäischen Schnee gelang ihr in Val d'Isere nun im Super G auch der erste Saisonsieg.
"Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich ein Rennen gewinne. In solchen Phasen muss man einfach Geduld beweisen. Und außerdem habe ich in der Vergangenheit schon länger auf den ersten Saisonsieg warten müssen", meinte Dorfmeister nach ihrem "Traumlauf, der ein Genuss war", auf der O.K.-Piste in Frankreich.
Derzeit können nur unfaire Bedingungen einen Spitzenplatz der nunmehr 22-fachen Gewinnerin von Weltcup-Rennen verhindern, wie der achte Platz in der von Schlechtwetter schwer beeinträchtigten Abfahrt in Val d'Isere bewies. "Ich weiß nicht, was mein Erfolgsgeheimnis ist. Aber natürlich würde ich es auch nicht verraten, wenn ich es wüsste", betonte Dorfmeister nach dem achten Super-G-Sieg ihrer Karriere, der den bereits fünften Podestplatz in ihrem achten Saisonrennen bedeutete.
"Bin derzeit total relaxt"
"Ich bin derzeit total relaxt und steh' gut auf dem Ski. Und natürlich ist es auch ein extrem beruhigendes Gefühl, wenn du am Start stehst und weißt, dass es hinhaut", gab die Abfahrts-Weltmeisterin von St. Anton 2001 doch preis, warum sie im Moment so locker auftrumpft. Das nächste Mal soll es für Dorfmeister am Mittwoch im Riesentorlauf in Spindlermühle hinhauen.
Meissnitzer hofft dagegen auf ihre ersten Weltcup-Punkte im Riesentorlauf, nachdem sie sowohl in Sölden als auch in Aspen ausgeschieden ist. Trotzdem ist die Salzburgerin auf Grund ihrer Speed-Konstanz erste Dorfmeister-Jägerin. Die 32-jährige Abtenauerin war in Abfahrten (Dritte, Vierte in Lake Louise sowie Dritte in Val d'Isere) und Super-G-Rennen (Sieg in Lake Louise, Vierte in Aspen und Zweite in Val d'Isere) heuer bisher nie schlechter als Vierte!
(apa/red)
