Freitag, 23. Dezember 2005

Nach Sperre und Geldstrafe: Di Canio will künftig auf faschistischen Gruß verzichten!

  • Der Italiener zeigt sich aber noch immer uneinsichtig

Italiens umstrittener Fußballer Paolo di Canio von Lazio Rom hat in einem Radio-Interview versprochen, auf seinen faschistischen Gruß, den er bereits mehrmals an seine Fans gerichtet hatte, zu verzichten. Noch vor Weihnachten zeigte sich der 37-Jährige uneinsichtig, wirklich geläutert dürfte Di Canio allerdings ohnehin nicht sein. "Ich habe mich entschieden, meine Interessen jenen von Lazio unterzuordnen", meinte der Italiener.

Seine Meinung will der streitbare Kicker, der "Dux", das lateinische Wort für "Führer", auf seinem Oberarm tätowiert hat, weiterhin kund tun. "Im Moment werde ich auf bestimmte Gesten in der Öffentlichkeit verzichten. Meinen Kampf für Freiheit werde ich aber mit anderen Mitteln fortführen. Meine Anwälte werden mich dabei unterstützen", erklärte Di Canio.

Der Offensivspieler war für seinen "Römischen Gruß" bereits zwei Mal mit hohen Strafen bedacht und auch für ein Spiel gesperrt worden. Sympathisanten des 37-Jährigen hatten deshalb ein Spendenkonto eingerichtet, um für Di Canio die Bußgelder zu zahlen.

(apa)

23.12.2005 15:35