Sharon will Sperrzone im Palästinenser- Gebiet: Raketenbeschuss soll so aufhören
- Einrichtung im nördlichen Gaza-Streifen geplant
- Israel will Siedlungen im Westjordanland ausbauen
·Israel: Sharon geht wieder an die Arbeit!
Der schwergewichtige Premier leitet Sitzung!
Der israelische Premier Sharon hat die Streitkräfte angewiesen, Raketenangriffe militanter Palästinenser vom Gazastreifen aus auf israelische Städte zu unterbinden. Dazu soll eine Sperrzone auf autonomen Palästinensergebiet eingerichtet werden. Das verlautete am Sonntag aus Regierungskreisen nach der wöchentlichen Kabinettssitzung und anschließenden Sicherheitsgesprächen auf höchster Ebene.
Kernpunkt des Plans ist den Angaben zufolge die Einrichtung einer Sperrzone im nördlichen Gazastreifen, die von Palästinensern nicht betreten werden darf. Auf jeden, der sich dort unerlaubt aufhalte, könne geschossen werden. Die Sperrzone soll 2,5 Kilometer breit sein.
Militante Palästinenser haben seit dem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen im Sommer vermehrt Raketen auf israelische Ortschaften abgeschossen. Verteidigungsminister Mofaz machte in der Kabinettssitzung am Sonntag den Islamischen Dschihad für die meisten der Raketenangriffe verantwortlich. In einer nach der Sitzung verbreiteten Erklärung hieß es, der Minister werde weiterhin militante Palästinenserführer mit gezielten Luftangriffen ausschalten.
Israel will Siedlungen im Westjordanland ausbauen
Entgegen seiner Verpflichtungen gegenüber dem internationalen Friedensplan will Israel jüdische Siedlungen im Westjordanland erweitern. Ausschreibungen zufolge, die am Montag in israelischen Zeitungen veröffentlicht wurden, sollen in der ultraorthodoxen Siedlung Beitar Illit 150 und in Efrat 78 neue Wohnanlagen errichtet werden. Beide Siedlungen liegen nur wenige Kilometer von Jerusalem entfernt. Der internationale Friedensplan sieht einen Baustopp in den jüdischen Siedlungen vor.
(apa)
