Sonntag, 25. Dezember 2005

Zugunglück im Norden Japans: Mindestens zwei Tote, Dutzende Menschen verletzt

  • Schnellzug entgleiste während Schneesturms

Bei einem Zugunglück in Japan sind am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Rund 30 weitere Insassen wurden nach Polizeiangaben verletzt, als der Schnellzug am Abend (Ortszeit) während eines Schneesturms im Norden des Landes entgleiste. Fünf der insgesamt sechs Waggons sprangen aus den Schienen und stürzten um. Die beiden Frauen wurden in dem ersten Waggon getötet, in dem mindestens fünf Passagiere eingeschlossen waren.

Nach Berichten der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo brachten starke Windböen den Zug zum Entgleisen, als er rund 350 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio auf einer Brücke einen Fluss überquerte.

Die Bahngesellschaft JR East teilte mit, der Lokführer habe ein außergewöhnliches Geräusch gehört und daraufhin die Bremsung eingeleitet. Auf Grund der starken Schneefälle hatte der Zug mehr als eine Stunde Verspätung.

Im vergangenen April waren bei einem Zugunglück in Amagasaki im Westen Japans 107 Menschen getötet und 550 weitere verletzt worden, als ein Vorortzug entgleiste und in ein Hochhaus raste. Der Zugführer wurde für die Katastrophe verantwortlich gemacht. Er soll zu schnell gefahren sein, um eine Verspätung auszugleichen. Es war die schlimmste Bahnkatastrophe in Japan seit 1963.

(apa)

25.12.2005 09:17