Russische Weihnachten auf der ISS: Raum-frachter brachte Nachschub für Besatzung
- US-Astronaut McArthur: "Wir werden sehr gut essen"
- Raumfahrer wollen Christfest gleich zweimal feiern
Für die zwei Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS hat die Weihnachtsbescherung bereits einen Tag vor dem Heiligen Abend stattgefunden. Ein russischer Raumfrachter brachte am Freitagabend 2,5 Tonnen Nachschub und Weihnachtsgrüße ihrer Familien von der Erde. Das Frachtraumschiff Progress M-55 habe plangemäß um 20.46 Uhr MEZ an der ISS angekoppelt, teilte die russische Flugleitzentrale in Koroljow bei Moskau mit.
Nach einem amerikanischen Thanksgiving auf der ISS im November wollten der US-Astronaut William McArthur und sein russischer Kollege Waleri Tokarew Weihnachten auf russische Art feiern. Auf der Speisekarte stünden die Rote-Bete-Suppe Borschtsch, Rindfleisch mit Gemüse, Zander in Tomatensoße und russisches Roggenbrot, sagte McArthur nach einem Bericht der Zeitung "Washington Post". "Wir werden dieses Weihnachten sehr gut essen." Die Raumfahrer wollten das Christfest zwei Mal feiern - zunächst am 25. Dezember und dann nach russischer Tradition am 7. Jänner.
Zu den 2,5 Tonnen Nachschub zählen neben Treibstoff, Wasser, Sauerstoff und Lebensmittel auch Material für wissenschaftliche Experimente. So werden die russische und die europäische Puppe zur Messung von Weltraumstrahlen mit neuen Sensoren ausgestattet. McArthur und Tokarew sind seit Oktober auf der ISS, der Jahreswechsel bedeutet für sie Halbzeit bei ihrer Langzeitmission. (apa)
