"Bericht soll nicht veröffentlicht werden": Warschau schweigt zu Geheimgefängnissen
- Parlament-Kontrollgremium mit Ermittlungen zufrieden
·"Möglicherweise gab es CIA-Flüge"
Polens Präsident schließt US-Landungen nicht aus
·Folterverbot: Bush & Kongress einigen sich
Weißes Haus lenkte ein:
"Sind keine Terroristen"
·Verhörmethoden nicht klar definiert
Wichtigstes Abkommen: UN-Anti-Folter-Konvention
·Irak: Erneut schwere Folter in Gefängnis
13 Häftlinge mussten ärztlich behandelt werden
Die polnische Regierung hält die Ergebnisse der Untersuchung zu angeblichen Geheimgefängnissen des US-Geheimdienstes CIA im Lande unter Verschluss. "Der Bericht soll nicht veröffentlicht werden", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Jan Dziedziczak ohne Einzelheiten zu nennen. Geheimdienstminister Zbigniew Wassermann habe dem parlamentarischen Kontrollgremium die Ergebnisse vorgelegt, und alle Ausschussmitglieder seien mit den Erklärungen zufrieden gewesen.
Polens rechtskonservativer Ministerpräsident Kazimierz Marcinkiewicz hatte in der vorigen Woche angekündigt, über alle Untersuchungsergebnisse werde informiert. Den Vorwürfen müsse bis auf den Grund nachgegangen werden, weil sie nicht zur Sicherheit Polens beitrügen.
Der US-Fernsehsender ABC hatte zuvor berichtet, die CIA habe acht ranghohe mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida in Polen festgehalten. Nachdem dies bekannt geworden sei, habe die CIA in den vergangenen Wochen alle Verdächtigen nach Nordafrika weggebracht. Die US-Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hatte Polen als einen Standort für CIA-Gefängnisse in Osteuropa genannt. Warschau dementierte dies. (apa/red)
