Streik endet, Verkehrschaos bleibt: New York erholt sich nur langsam vom Stillstand
- Busse und U-Bahnen nehmen wieder den Betrieb auf
- Keine Einigung im Tarifkonflikt. PLUS: Bilder aus N.Y.
·BILDER: Öffi-Verkehr steht in New York still!
Erster Streik der Bus- und U-Bahn-Fahrer seit 1980
Busse und Bahnen in New York rollen wieder. Der drei Tage bestreikte öffentliche Nahverkehr der US-Metropole erwachte wieder zum Leben. Unter dem wachsendem Druck von Justiz und Öffentlichkeit hatten sich die Beschäftigten bereit erklärt, ihren Streik zu beenden, mit dem gegen geplante Regelungen in einem neuen Tarifvertrag protestieren wollten.
Nach Angaben eines Vermittlers einigten sich die Gewerkschaft und die Nahverkehrsgesellschaft MTA auf weitere Verhandlungen, die Beschäftigten sollten dafür schon zur nächsten Schicht wieder arbeiten. Gouverneur George Pataki sprach am Donnerstag von einer positiven Nachricht für alle New Yorker. Er hatte die Wiederaufnahme von Gesprächen von einem Ende des Ausstands abhängig gemacht.
Der Streik kostete die Stadt allein am ersten Tag schätzungsweise 400 Millionen Dollar (338 Mio. Euro) an entgangenen Einnahmen, Millionen Menschen mussten nach Alternativen für still stehende Busse und Bahnen suchen. Ein Richter hatte wegen des Ausstands eine Geldstrafe von einer Million Dollar (845.881 Euro) pro Tag gegen die Gewerkschaft verhängt und wollte auch eine Inhaftierung von Funktionären nicht ausschließen.
Ungeachtet eines Gesetzes, das ihnen Streiks verbietet, hatte die Gewerkschaft die Beschäftigten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, nachdem der Tarifvertrag in der vergangenen Woche ausgelaufen war. Es war der erste Streik seit 25 Jahren.
(apa/red)
