USA gegen Emmission von Treibhausgasen: Sieben Bundesstaaten fassen ersten Plan
- Zur Verringerung des hohen Kohlendioxid-Ausstoßes
- Schaffung eines Marktes für Handel mit Emmissionen
Sieben Bundesstaaten im Nordosten der USA haben den ersten Plan des Landes zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen unterzeichnet. Der Plan sehe die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes bei Kraftwerken ebenso vor wie die Schaffung eines Marktes für den Handel mit Emissionsrechten, sagte der republikanische Gouverneur von New York, George Pataki, am Dienstag.
Zu der Regionalen Treibhausgas-Initiative (RGGI) gehören außerdem Connecticut, Delaware, Maine, New Hampshire, New Jersey und Vermont. Auch andere Bundesstaaten können sich anschließen.
Mit der Initiative stellt sich Pataki gegen seinen Parteikollegen, Präsident George W. Bush, der Vereinbarungen zur Reduzierung der Treibhausgase ablehnt und auf freiwillige Maßnahmen der Industrie setzt. Mit diesem Argument zogen sich die USA auch vom internationalen Kyoto-Protokoll zurück, in dem sich zahlreiche Staaten zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen verpflichten.
Pataki erklärte, die RGGI habe das Ziel, die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren und eine Entwicklung in Gang zu setzen, die die Abhängigkeit der USA von ausländischem Öl verringert.
Die USA hatten ursprünglich die Idee des Emissionsrechtehandels aufgebracht. Inzwischen wird sie aber in anderen Staaten vorangetrieben. Bei diesem Handel können Unternehmen, die den Ausstoß von Kohlendioxid besonders stark reduzieren, Emissionsrechte an andere verkaufen, die dabei nicht so schnell vorankommen. Dadurch soll ein marktwirtschaftlicher Anreiz für die Modernisierung der Technik zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen gegeben werden. Viele Wissenschaftler machen Treibhausgase wie Kohlendioxid für die Erderwärmung und Klimaveränderung mit verantwortlich. (apa)
