Dienstag, 20. Dezember 2005

"Tiefe Trauer" der USA: Vizepräsident Dick Cheney besucht Erdbebengebiet in Pakistan

  • 73.000 Tote nach Erdbeben, 3 Millionen obdachlos

Bei einem Besuch im pakistanischen Erdbebengebiet hat US-Vizepräsident Dick Cheney die "tiefe Trauer" seines Landes über die Naturkatastrophe mit rund 73.000 Toten ausgedrückt. "Die USA waren angesichts der Tragödie zutiefst bewegt", zitierte ein pakistanischer Regierungsvertreter am Dienstag den US-Vizepräsidenten. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf dankte Washington für die schnelle Erdbebenhilfe. Bei dem Beben am 8. Oktober waren mehr als drei Millionen Menschen obdachlos geworden.

Begleitet vom pakistanischen Außenminister Kurshid Mahmoud Kasuri besuchte Cheney die vom Erdbeben betroffene Stadt Muzaffarabad. Er traf dort auch US-Soldaten, die Erdbebenhilfe leisten. Mit Musharraf sprach Cheney in Islamabad über Terrorismus, die Lage in Afghanistan, die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich und den indisch-pakistanischen Friedensprozess. Einzelheiten aus dem Gespräch wurden nicht bekannt. Pakistan ist ein enger Verbündeter der USA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Cheney hatte am Montag in Kabul der Eröffnungssitzung des neuen afghanischen Parlaments beigewohnt. Nach seinem eintägigen Pakistan- Besuch, der unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen stattfand, reiste er am Dienstagabend nach Oman weiter. (apa)

20.12.2005 16:18