Sonntag, 25. Dezember 2005

Neunjähriger von Dachlawine verschüttet: Bub wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt

  • Admont: Nach Wiederbelebung Zustand weiter kritisch

Der neun Jahre alte Bub aus Salzburg, der am Sonntag, dem Christtag, bei seinen obersteirischen Großeltern von einer Dachlawine verschüttet worden war, ist vom LKH Leoben ins Landeskrankenhaus Graz verlegt worden. Sein Zustand ist nach wie vor unverändert kritisch. Der aus Radstadt in Salzburg stammende Schüler hatte bei den Unglück schwere Kopfverletzungen erlitten, zudem war er ungefähr zwei Minuten unter dem Schnee begraben gewesen.

Der Bub schwebte nach dem Unglück in Lebensgefahr, an seinem Zustand hat sich nichts verändert. Der Notarzt des ÖAMTC-Helikopters Christophorus 14 aus Niederöblarn hatte noch im Ambulanzfahrzeug Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. Als der Kleine für den Transport stabil war, wurde er erst von Admont ins LKH Leoben geflogen. In der Nacht auf Montag, den Stefanitag, wurde der Bub dann ins LKH Graz gebracht. Am Nachmittag befand sich das Unfallopfer im künstlichen Tiefschlaf.

Der Kleine, der mit seinen Eltern aus Radstadt die Großeltern im obersteirischen Admont (Bezirk Liezen) besuchte, war am Sonntagnachmittag damit beschäftigt gewesen, auf dem Anwesen Schnee zu räumen. Dabei befand er sich alleine am Vorplatz des Wohnhauses, als sich Schnee und Eis vom Hausdach lösten, das Kind am Kopf trafen und schwer verletzten bzw. verschütteten.

Die Angehörigen wurden durch den Lärm der abrutschenden Dachlawine auf das Unglück aufmerksam und konnten das Kind nach ein bis zwei Minuten aus den Schneemassen befreien. Ein Fahrzeug des Roten Kreuzes Admont brachte das verletzte Kind vom Unfallort zum örtlichen Stützpunkt, wo es vom Rettungshubschrauber übernommen wurde.
(apa)

25.12.2005 20:05