Schönborn beim Hochamt zum Christtag:
"Die Schöpfung ist eine Sprache Gottes"
- Kardinal: "Gott trägt All durch sein machtvolles Wort"
- "Ganz konkret" mitten unter den Menschen anwesend
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"Die Schöpfung ist die Sprache Gottes", sagte Kardinal Christoph Schönborn im Wiener Stephansdom beim Hochamt zum Christtag. "Wenn wir mit heller Vernunft die Dinge betrachten, dann stoßen wir im Innersten der Dinge auf das Wort Gottes", so der Wiener Erzbischof laut einer Meldung der Kathpress.
Kardinal Schönborn erinnerte an den großen Hymnus auf das "ewige Wort Gottes" am Beginn des Johannes-Evangeliums, der am Sonntag bei allen katholischen Gottesdiensten verlesen wurde. Der Hymnus mache deutlich, dass alles, was besteht, durch das Wort Gottes geworden sei: "Alles trägt seine Handschrift, das ganze Universum." Gott trage das All "durch sein machtvolles Wort". Deshalb werde das Christuskind oft mit der Weltkugel in der Hand dargestellt.
Die Menschwerdung des Wortes bedeute, dass Gott "ganz konkret" mitten unter den Menschen in diesem Leben anwesend sei. Kardinal Schönborn erinnerte zudem an die Spannung zwischen dem Heiligen Abend, an dem der Blick auf das Kind in der Krippe gerichtet sei, und dem Christtag, der auf "die Tiefe des Geheimnisses Gottes" verweise.
(apa/red)
