Freitag, 23. Dezember 2005

Fischskandal bei Cerny und Nordsee in Salzburg: Nur 2 von 17 Proben ohne Mangel!

  • Acht Proben verdorben. Waren teils abgelaufen
  • Aber: Kein Produkt war gesundheitsschädlich

Bei der Cerny und Nordsee FischhandelsgmbH in Salzburg, die im Verdacht steht, aufgetauten Fisch als Frischfisch verkauft und Umdatierungen vorgenommen zu haben, wurden keine gesundheitsschädlichen Waren gefunden. Das teilte Gesundheitsreferentin LH Gabi Burgstaller (S) mit. Allerdings waren nur zwei der 17 bei einer Hausdurchsuchung genommenen Proben ohne Mangel.

Von den 17 Produkten - darunter teils abgelaufene Ware - wurden somit acht als verdorben beurteilt. Eine Probe wurde als wertgemindert beurteilt, sechs stellten einen Verstoß gegen die Lebensmittelhygieneverordnung dar, zwei waren ohne Mängel.

Bei dem Tochterunternehmen der Firma Nordsee, das für Westösterreich die Nordsee-Läden, aber auch Gastronomie und Einzelhandelsketten beliefert, wurde am 15. Dezember nach einer anonymen Anzeige eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Dabei wurden aufgetaute Fischwaren vorgefunden, die als Frischfisch verkauft werden sollten, sowie Räucherlachs, der mit neuem Ablaufdatum versehen war. Außerdem wurden Fisch- und Fleischwaren aus den Jahren 2003 und 2004 entdeckt.

Das Unternehmen selbst sprach von einem Einzelfall. Der Niederlassungsleiter und der Lagermeister seien inzwischen nicht mehr für Cerny und Nordsee tätig. Die Kontrollen sowie die Lagerkette seien überprüft und die Vorschriften verschärft worden, unterstrich ein Firmensprecher. (apa/red)

23.12.2005 12:51