Freitag, 23. Dezember 2005

Erhebliche Lawinengefahr: Neuschnee
sorgt für angespannte Lage in Teilen Tirols

  • Kettenpflicht auf höher gelegenen Verkehrswegen
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Neuschnee und Wind haben in Teilen Tirols hochalpin unverändert für erhebliche Lawinengefahr gesorgt. Die Experten des Lawinenwarndienstes rechneten vorerst mit keiner Entspannung. Auf vielen höher gelegenen Verkehrswegen bestand Kettenpflicht.

Die Lawinengefahr in den Tourengebieten blieb höhenabhängig. Unterhalb von etwa 2.000 Metern war sie überwiegend als mäßig, oberhalb verbreitet als erheblich einzustufen. Gefahrenstellen befanden sich in steilen Hängen, kammnahen Bereichen sowie in eingewehten Rinnen und Mulden aller Hangrichtungen. Lawinen ließen sich dabei besonders leicht an den Übergängen von wenig zu viel Schnee auslösen. Hier reiche bereits geringe Zusatzbelastung, also etwa das Gewicht eines einzelnen Skifahrers oder Snowboarders aus, um ein Schneebrett auszulösen.

In den vergangenen 24 Stunden gab es in Nordtirol verbreitet um zehn Zentimeter Neuschneezuwachs. Am ergiebigsten war der Schneefall in den Nordalpen, den Tuxer und Kitzbüheler Alpen sowie entlang des Zillertaler und Tauernhauptkammes: Hier waren es bis 20 Zentimeter, vereinzelt auch mehr als 30 Zentimeter. Begleitet waren die Schneefälle von Nordwestwinden, die durchwegs über Verfrachtungsstärke lagen.

Schneefahrbahnen wiesen teilweise auch die Fahrbahnen von Brenner- und Inntalautobahnen auf. Kettenpflicht für alle Fahrzeuge bestand unter anderem auf der Gerlos-, der Achensee- und der Martinsbrucker Bundesstraße.

(apa/red)

23.12.2005 09:14