Freitag, 23. Dezember 2005

Kanzler oder Pensionist? FORMAT über das Schicksalsjahr von Wolfgang Schüssel!

  • Zuerst ist er als Ratspräsident der EU gefordert!
  • Dann muss er die Wahl seines Lebens schlagen!
    PLUS: Was sechs führende Politologen vorhersagen!

Die letzten Tage des Jahres 2005 wird Bundeskanzler Wolfgang Schüssel so verbringen, wie er es gewohnt ist: mit einem ruhigen Weihnachtsfest im Familienkreis und ein paar Tagen zum Ausspannen.

Dann geht es los in seinem Schicksals-jahr. Ab 1. Jänner wird er als neuer EU-Ratspräsident sechs Monate der Union vorstehen. Der Kanzler will als "ehrlicher Makler Europas" punkten. Nach Ende des Vorsitzes steht die wichtigste Wahl seiner Karriere, die Nationalratswahl im Oktober, an. Da entscheidet sich sein weiterer beruflicher Werdegang. Alles läuft auf die zugespitzte Frage hinaus: Kanzler oder Pensionist?

Zumindest die Demoskopen sehen eher den Rentner Schüssel. 42 zu 36 steht es derzeit in den Umfragen für die SPÖ. Laut dieswöchiger OGM-Umfrage für FORMAT glauben auch 55 Prozent der Österreicher, dass jemand anderer als Wolfgang Schüssel nach der nächsten Wahl am Ballhausplatz residieren wird.

In der Frage der Kanzlerdirektwahl führt Schüssel zwar mit 29 Prozent vor SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer mit 23 Prozent. Aber das sind eher schlechte Werte für einen amtierenden Regierungschef.

Die Ausgangslage könnte also besser sein. Selbst VP-nahe Demoskopen wie Fessel-GfK-Forscher Peter Ulram sind zurückhaltend. "Angesichts der Kombination aus populistischen Attacken, schwächelndem Regierungspartner und diffusem Verdruss wird es Schüssel nicht einfach haben", so Ulram zu FORMAT.

Für Schüssel kommt es, glauben die meisten Politikforscher, darauf an, wie er die EU-Ratspräsidentschaft meistert. Eine starke Performance könnte vielleicht doch noch einen Meinungsumschwung auslösen.

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen FORMAT!

23.12.2005 08:39