Die Draken bleiben für immer am Boden: Abschiedsflug über der Obersteiermark
- Abfangjäger war zum allerletzten Mal im Einsatz
Nach einer Betriebzeit von über 17 Jahren ist der letzte weltweit im Luftwaffeneinsatz stehende Saab Draken zum letzten Mal in den österreichischen Luftraum gestiegen - und nach einer Viertelstunde sicher gelandet. Damit hat das Bundesheer den letzten Abfangjäger des Typs Saab S 35 Oe Draken aus dem aktiven Flugdienst genommen. Der Chef des Fliegerregiments 2 persönlich, Oberstleutnant Doro Kowatsch, steuerte den rot-weiß-roten Ostarrichi-Jet und landete ihn in Zeltweg. Ab sofort wird der österreichische Luftraum nun vorerst zur Gänze von Graz aus mit den F-5E Tiger II überwacht.
"Ein Stück Erfolgsgeschichte des Bundesheeres" fand nach einer Betriebszeit von über 17 Jahren, in denen 23.598 Stunden und 53 Minuten geflogen wurden, ein glückliches Ende, so ein Heeres-Sprecher: Der Draken wurde in Österreich ohne Unfall betrieben. Das Bundesheer schaffte damit den technischen und fliegerischen Übergang in die Überschall-Ära und bewältigte mit dem Draken mehr als 500 so genannte Alpha-Einsätze. Dabei wurden unklare Situationen im Luftraum bereinigt, sprich unbekannte oder nicht bei der Luftüberwachung angemeldete Flugzeuge gestellt, identifiziert und aus dem österreichischen Luftraum begleitet.
Oberstleutnant Doro Kowatsch, Kommandant des Fliegerregiment 2, war als junger Hauptmann einer der ersten Piloten, die die Draken 1988 aus dem Herstellerland Schweden nach Österreich brachten. Er steuerte den "Ostarrichi" auf seinem letzten Weg zum Flugveteran. Nicht nur in Österreich, auch im Ausland hatte der rot-weiß-rote Draken Aufsehen erregt: Eingesetzt im Einzelkunstflug, wurde er bei vielen ausländischen Flugshows zum Markenzeichen der Luftstreitkräfte des Bundesheeres. (apa/red)
