Ein Weihnachtsgeschenk der anderen Art: Linzer spendete seiner Tochter eine Niere!
- Leidensgeschichte der 18-Jährigen begann schon 1995
Ein ungewöhnliches "Weihnachtsgeschenk" machte ein Vater in Oberösterreich seiner Tochter: Er spendete ihre eine seiner Nieren. Sie wurde kürzlich im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz verpflanzt. Es handelte sich um die 700. Nierentransplantation, die die Ärzte des Krankenhauses durchführten. Vater und Tochter, die in wenigen Tagen ihren 18. Geburtstag feiert, sind wohlauf.
Die Leidensgeschichte der jungen Frau begann bereits im Alter von zehn Jahren. Damals versagten ihre Nieren und sie wurde Dialyse-Patientin. Nach wenigen Monaten wurde eine Spenderniere gefunden, die dann sieben Jahre gut funktionierte. Doch vor wenigen Wochen versagte das Transplantat. Sie musste wieder drei Mal pro Woche zur lebensrettenden Blutwäsche in das Dialysezentrum der Elisabethinen - dem größten Österreichs.
Da entschloss sich ihr Vater zu einem selbstlosen Schritt: Er bot an, seiner Tochter eine Niere zu spenden. Die dafür notwendigen Tests im Krankenhaus verliefen erfolgreich. Am 15. Dezember, elf Tage vor ihrem 18. Geburtstag, nahmen die Transplantationschirurgen Professor Reinhard Függer und Oberarzt Johann Berenberg den Eingriff vor. Am Dienstag konnte das Spital mitteilen, dass Spender und Empfängerin wohlauf seien. Sie können voraussichtlich noch vor Mitte Jänner das Krankenhaus verlassen.
Es handelt sich um die 700. Nierentransplantationen bei den Elisabethinen Linz. Sie sind nach eigenen Angaben neben den Universitätskliniken das größte Transplantationszentrum Österreichs. Seit 1974 werden dort jedes Jahr bis zu 40 Nierentransplantationen durchgeführt. (apa)
