Dienstag, 20. Dezember 2005

Großeinsatz in der Josefstadt: Feuermauer auf der Lerchenfelder Straße eingestürzt

  • Bewohner dürfen jetzt nicht mehr zurück in ihr Haus!
  • Betrieb der Straßenbahnlinie 46 teilweise eingestellt

Dramatische Augenblicke haben sich Dienstag früh in der Lerchenfelder Straße in Wien-Josefstadt abgespielt. Nach dem teilweisen Einsturz einer Feuermauer durften die zehn betroffenen Hausbewohner nicht in ihre Unterkünfte zurückkehren. Die für die Sanierung verantwortliche Baufirma wollte die Arbeiten bis Freitag abschließen. Bis dahin werden die fünf Hausparteien in Ausweichquartieren (bei Verwandten oder Freunden bzw. in Hotels) untergebracht.

Kurz nach 8.00 Uhr hatten sich dramatische Szenen abgespielt. Teile der Feuermauer eines Gründerzeithauses aus dem Jahre 1910 waren aus vorerst unbekannter Ursache eingestürzt, die noch stehenden Reste wiesen laut Feuerwehr große Risse auf. Insgesamt mussten 30 Personen - auch aus benachbarten Objekten - evakuiert werden. Menschen seien aber nicht in Gefahr gewesen, sagte Feuerwehr-Sprecher Alexander Markl der APA.

Um 8.17 Uhr erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte, die sofort mit der Sicherung der Feuermauer begannen. Nach einigen Stunden durften die Personen aus den Nachbarhäusern wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Jene aus dem akut einsturzgefährdeten Objekt wurden von der Feuerwehr und den Wiener Linien in Bussen versorgt.

In den frühen Nachmittagsstunden waren Statiker damit beschäftigt, den Zustand der Feuermauer zu prüfen. Die zuständige Baufirma hat nach Angaben des Presseinformationsdienstes der Stadt Wien erklärt, die Kosten für die temporäre Unterbringung der zehn Hausbewohner in Hotels oder anderen Unterkünften zu übernehmen.

Nach dem Einsturz der Mauer musste die Straßenbahnlinie 46 für einige Zeit eingestellt werden. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz. (apa)

20.12.2005 10:56