Die steilste Gschicht' in Linz wird gewürdigt:
Denkmalschutz für die Pöstlingsbergbahn
- Linzer Wahrzeichen ist die steilste Bergbahn Europas
- Umfangreiche Runderneuerung für Zukunft fraglich

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Die Linzer Pöstlingbergbahn wird laut Medienberichten unter Denkmalschutz gestellt. Das hat der Präsident des Bundesdenkmalamtes, Wilhelm Georg Rizzi, in einem Schreiben an den Bahneigentümer Linz AG, den Linzer Bürgermeister Franz Dobusch und Landeshauptmann Josef Pühringer angekündigt. Der Beschluss wird mit der "geschichtlichen, künstlerischen und kulturellen Bedeutung" der Bahn begründet.
Die Anlage des 107 Jahre alten Wahrzeichens sei einzigartig in der Verkehrs- und Wirtschaftsgeschichte Österreichs, weshalb öffentliches Interesse an ihrer Erhaltung bestehe. Dobusch zeigte sich im Gespräch mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) erfreut: "Jetzt kann uns niemand mehr unterstellen, dass wir die Pöstlingbergbahn schädigen wollen." Da ein Umbau der Pöstlingbergbahn nun nur mehr mit Zustimmung des Bundesdenkmalamtes möglich ist, sieht Dobusch dieses nun als "Schiedsrichter".
Runderneuerung jetzt fraglich
Geplante neue Garnituren für die Bahn und Überlegungen, die Gleise von der Talstation bis ins Stadtzentrum weiter zu führen, hatten in Linz zuletzt für Aufregung gesorgt. "Eine Verlängerung ist nie mit uns diskutiert worden", sagte der oberösterreichische Landeskonservator Wilfried Lipp gegenüber der APA. Es sei aber "Intention des Denkmalschutzes, dass die Anlage, so wie sie ist, bestehen bleibt".
Rekordverdächtig
Das Linzer Wahrzeichen ist eine der weltweit steilsten Adhäsionsbahnen, die auf einer Streckenlänge von 2,9 Kilometern einen Höhenunterschied von mehr als 250 Metern überwindet. Mit einer Geschwindigkeit von zwölf Kilometern pro Stunde erreicht die Pöstlingbergbahn in 16 Minuten ihr Ziel. Dabei schafft sie eine maximale Steigung von fast 10,5 Prozent. (APA/red)
