Montag, 12. Dezember 2005

Verbesserungen des ÖBB-Fahrplanes 2006:
Seit gestern mehr Mobilität für die Ostregion

  • Verkürzte Intervalle & neue Schnellbahnen in Wien
  • "Bratislava-Ticket" als grenzüberschreitende Neuheit

Für einen Mobilitätsschub in der gesamten Ostregion Österreichs sorgt seit Sonntag der Fahrplanwechsel der ÖBB. Hauptprofiteur ist mit einer neuen Schnellbahn und verkürzten Intervallen die Bundeshauptstadt und deren Umland. Aber auch verbesserte Anbindungen für Niederösterreich sowie für das benachbarte Ausland sind umgesetzt worden.

Mit der S8 bekommt Wien eine neue Schnellbahn. Sie verbindet nun den Südbahnhof via Simmering, Erzherzog-Karl-Straße, Breitenleer Straße, Leopoldau und Siemensstraße mit Floridsdorf. Dadurch ergibt sich gemeinsam mit der S80 eine Verkürzung des Minutentaktes von 30 auf 15. "Intervallverdichtungen" gibt es künftig auch auf der S1 und der S2. Zahlreiche Neuerungen gibt es ebenso im Wiener Umland: So wurde seit Sonntag nicht nur der zweigleisige Ausbau auf der S2 zwischen Gerasdorf und Wolkersdorf eröffnet, auch die Intervalle werden auf 15 Minuten verkürzt.

Optimierte Pläne für Niederösterreich
Verbesserte Anbindungen für die NÖ Bezirkshauptstädte Amstetten, Krems und Gmünd, die Bahnhofseröffnung in Wiener Neustadt am 16. Dezember (Investitionskosten: 55,38 Mio. Euro) sowie die Beschleunigung der Gutensteiner Bahn runden den optimierten ÖBB-Fahrplan der Ostregion ab. Auch für Pendler, Schüler und Nachtschwärmer sollen in Zukunft mehr Züge zur Verfügung stehen.

Neues Kombi-Ticket nach Pressburg
In nur 59 Minuten flitzt ein so genannter "Sprinter" vom Südbahnhof nach Bratislava - und das im Ein-Stunden-Takt. Moderne Waggons und schnellere Loks sollen den Ausflug in die Slowakei noch attraktiver gestalten. Um 14 Euro (mit ÖBB-Vorteils-Card nur 9 Euro) können sich die Passagiere nicht nur die Zugverbindung nach Bratislava aussuchen, sondern dort dann auch den ganzen Tag die innerstädtischen Verkehrsmittel sowie die Verbindung am Flughafen der slowakischen Metropole nützen. Damit soll dem stetig steigenden Personenverkehr zwischen Wien und Bratislava um jährlich etwa 30 Prozent Rechnung getragen werden. (APA/red)

12.12.2005 13:47