Freitag, 16. Dezember 2005

Achtung beim Skifoan... Jede 2. Verletzung von Frauen beim Skifahren betrifft das Knie

  • Kampagne 'FrauenPowder' soll Zahl deutlich senken
  • Auch Ministerin verletzte sich beim Austro-Sport Nr. 1

Jede zweite Verletzung von Frauen beim Skifahren betrifft die Knie. Mit der Informationskampagne "FrauenPowder" will der Österreichische Skiverband diese Zahl in der kommenden Saison reduzieren. "Man kann schon mit einfachen Mitteln, die Sicherheit deutlich verbessern", sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat bei einer Pressekonferenz...

Die Knie sind bei Frauen bei Stürzen besonders gefährdet, da sie weniger stark sind als jene der Männer. Durch einfache Maßnahmen wie Aufwärmen vor dem Skifahren, korrekte Wartung des Gerätes und Fitnesstraining während des Jahres kann dieses Manko allerdings mehr als ausgeglichen werden.

16% weniger Knieverletzungen
Bei einem Pilotprojekt in Sölden in der vergangenen Saison zeigte sich auch, dass durch die Sensibilisierung der Thematik durch bessere Information, die Knieverletzungen bei den Damen um 16 Prozent gesenkt werden konnten. "Wir wollen dieses Ergebnis auf ganz Österreich umlegen", sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

Ministerin vergaß sich aufzuwärmen...
Rauch-Kallat und Sportsekretär Karl Schweizer unterstützen die Aktion - nicht zuletzt auf Grund eigener leidvoller Erfahrung. "Meine einzige Verletzung beim Skifahren hatte ich, als ich direkt von der Arbeit auf die Piste ging, ohne mich aufzuwärmen", so die Ministerin. Doch hatte die Ressortchefin dafür eine Entschuldigung parat: "Ich war das erste Mal mit meinem zukünftigen Mann unterwegs und wollte 'einedrahn'". Schweizer betonte, dass es wichtig sei, sich das ganze Jahr hindurch sportlich zu betätigen. Dies helfe nicht nur, die Unfallzahlen zu reduzieren, sondern hebe allgemein die Lebensqualität. Mit dem "Fit für Österreich"-Programm werde das auch forciert.
(apa/red)


16.12.2005 08:54