Japaner entwickeln biologisch abbaubares Handy: Entsorgung ist im Hausmüll möglich
- Mobiltelefone bestehen aus Mais- und Kartoffelstärke
- Öko-Handy ist jedoch vorerst nur in Japan erhältlich

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Das erste Öko-Handy soll bald auf den Markt kommen. Das Gerät besteht aus Mais- und Kartoffelstärke und soll biologisch abbaubar sein. Wenn es nach dem japanischen Elektronikkonzern NEC geht, dann werden neue technische Geräte und ihr Zubehör künftig nach Benutzung bedenkenlos im Hausmüll zu entsorgen sein. Nach erfolgreichen Versuchen mit Computern und CD-ROMs hat das Unternehmen in Tokio nun das erste umweltfreundliche Handy vorgestellt - als Teil seines Planes, bis 2010 mindestens zehn Prozent seiner Produktpalette biologisch abbaubar zu machen.
Handy aus Mais und Kartoffeln
In Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber NTT DoCoMo wurde ein bestehendes Modell für den japanischen Markt entsprechend verändert, berichtet die Netzeitung. Herausgekommen ist das "NEC N701i ECO", dessen Haut zu 75 Prozent aus pflanzlichen Materialien besteht. Laut NEC kommen dabei unter anderem Stärken und Zucker aus Mais und Kartoffeln zum Einsatz. NTT DoCoMo verpflichtete sich, das Gerät preislich nah bei anderen, nicht biologisch abbaubaren Handys anzusiedeln.
Gleiche Funktionen
Bis auf die umweltfreundlichen Komponenten bietet das Öko-Handy die gleichen Funktionen wie reguläre Geräte - dazu gehören auch breite Handy-Internet-Funktionen, die in Japan stark nachgefragt werden. Die pflanzliche Außenhaut lässt das Gerät verwittern - im Müll wird es schließlich zu Wasser und Kohlendioxid. Das Gehäuse hat eine leicht körnige Struktur. Unklar ist noch, wie die internen Komponenten des Handys abgebaut werden - Leiterbahnen und Chips gehören nach wie vor nicht in den Hausmüll, ebenso Display und Batterie. Normale Handys verwittern jedoch überhaupt nicht; die Plastikhaut bleibt beständig und muss eingeschmolzen werden, so die Netzeitung. (red)
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