Montag, 12. Dezember 2005

Achtung Ladendieb! 20-40 Jahre, 1,75-1,80:
Polizei in OÖ warnt per SMS vor Langfingern

  • Geschäftsleute werden per Kurzmitteilung verständigt
  • Projekt soll bereits ab Jänner 2006 umgesetzt werden

Die Linzer Polizei geht neue Wege, was die Ausforschung von Ladendieben angeht. In einem gemeinsamen Projekt mit der Wirtschaftskammer sollen Geschäftsleute in der Landeshauptstadt per SMS oder E-Mail vor Langfingern gewarnt werden. Das neue Fahndungsinstrument soll die Verfolgung von Ladendieben effizienter machen. Das berichten die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN).

500 Mio. Euro Schaden jährlich
Österreichweit würden Ladendiebe jährlich etwa 500 Millionen Euro Schaden anrichten, sagt Franz Penz, Obmann der Sparte Handel in Oberösterreich. 133 Diebstähle wurden im November alleine in Oberösterreich angezeigt, 63 Prozent davon in Linz. Die Dunkelziffer liege aber weitaus höher, da viele Geschäftsleute den Diebstahl erst bei der Inventur bemerken würden, so Penz.

Warnung per SMS
Wenn in der Linzer Innenstadt nach einem Ladendieb gefahndet werde, versende die Funkleitstelle der Polizei die Botschaft auf die Handys oder an die E-Mail-Adresse der Geschäftsleute, erklärt Lißl. "Achtung, Ladendieb unterwegs! 30 bis 40 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, Vollbart, trägt schwarze Hose und dunkelblaue Jacke" - so könnte in Zukunft die Warnung der Exekutive lauten. Verkäufer und Kaufhausdetektive seien so vorgewarnt, außerdem gehe man bei Exekutive und Wirtschaftskammer davon aus, dass auf diese Weise mehr Diebstähle aufgeklärt werden können.

Videoüberwachung sinnvoll
Der Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität rät den Geschäftsleuten zudem dazu, Videoüberwachung oder Alarmanlagen einzusetzen, denn oft würden die Diebe in den Reihen der Verkäufer zu finden sein. Besonders ratsam sei in der Vorweihnachtszeit auch, Kaufhausdetektive einzusetzen. (apa/red)

12.12.2005 10:01