Mittwoch, 14. Dezember 2005

Ganz Österreich hilft den Ärmsten der Welt: Vom Tsunami bis zum Erdbeben in Pakistan

  • Rekordsumme 500 Mio. Euro: Österreicher spenden '05 im Durchschnitt erstmals mehr als die Deutschen

Rekordsumme: Die Österreicher spenden 2005 im Durchschnitt erstmals mehr als die Deutschen, 500 Millionen Euro.
Die Spenden: Vom Tsunami bis zum Erdbeben in Pakistan – wo Österreich hilft.

Zirgul steht frierend vor einem Krankenhaus in Manshera in Pakistan. Die dünnen Kleider, die der Achtjährigen wie Fetzen vom Körper hängen, schützen sie kaum vor der Kälte. Zirgul weint. Sie hat alle Verwandten in dem verheerenden Erdbeben verloren. Ihr schwer verletzter Onkel nahm sie mit aus dem Dorf Boly, bevor er vor dem Spital zusammenbrach. Das war vor zwei Monaten.

Heute muss Zirgul nicht mehr frieren, obwohl der Winter mit all seiner Macht über das Land hereingebrochen ist. Heute lebt Zirgul im Haus „Apna Ghar“ im Bezirk Manshera, das vor einigen Wochen von der Hilfsorganisation CARE eröffnet wurde – mit Geldern aus Österreich. Hier hat das Mädchen eine sichere Unterkunft, warme Kleidung und eine Decke. Und hier wartet sie jetzt sicher und behütet, bis ihr Großonkel endlich das Krankenhaus verlassen kann.

Die Österreicher spenden 500 Millionen Euro. Das Schicksal des kleinen pakistanischen Mädchens ist aber nur eines von Tausenden, das sich dank österreichischer Hilfe in der größten Not zum Guten wandte. Immerhin steht längst fest: Wo immer in der Welt Ausweglosigkeit und Elend herrschen, ist die Alpenrepublik zur Stelle. 500 Millionen Euro spenden die Österreicher allein in diesem Jahr für die Ärmsten dieser Welt. Das ist Rekord – und ein Zeichen dafür, dass 2005 als Jahr der Naturkatastrophen in die Geschichte eingeht.

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14.12.2005 15:58