Mittwoch, 14. Dezember 2005

Nach Gotovina-Festnahme: Mock fordert Auslieferung serbischer Kriegsverbrecher

  • NEWS: Sieht in den Protesten nach Festnahme des kroatischen Generals keine Gefahr für EU-Beitritt

Österreichs "Mr. Europa", Alt-Aussenminister Alois Mock, findet die heftigen kroatischen Proteste gegen die Auslieferung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ante Gotovina nicht wirklich Besorgnis erregend. In der aktuellen Ausgabe von NEWS sagt Mock: "Das wird den EU-Beitrittsbemühungen Kroatiens nicht schaden. Die Kroaten wissen, was sie wollen, und demonstriert wird immer und überall, das ist nichts Besonderes." Im übrigen, so Mock, würden die Aufregung über die Auslieferung des Generals in Kroatien "an Sprengkraft verlieren, wenn in Den Haag ein ordentlicher Prozess geführt wird."

Zudem, so der 71Jährige, der in den frühen Neunzigern neben Deutschlands damaligen Kanzler Helmut Kohl zu den einflussreichsten und wichtigsten Befürwortern der Unabhängigkeit Kroatiens zählte, in Anspielung auf die generelle Vergangenheitsbewältigung auf dem Balkan: Man solle die Kroatien nicht belächeln, sie hätten denselben Stellenwert wie alle anderen Gruppen auch. Im NEWS-Interview fordert Mock die Festnahme und Auslieferung von nach wie vor untergetauchten serbischen Kriegsverbrechern: "Wo sind die anderen, die Herren Karadzic und Mladic?

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen NEWS!

14.12.2005 12:18