Freitag, 16. Dezember 2005

FORMAT hat den Investment-Guide 2006: Die Anlegerampeln stehen wieder auf Grün!

  • Fünf bis zehn Prozent für clevere Anleger möglich!
  • FORMAT zeigt, wo jetzt die besten Chancen bestehen

So einfach kann Geldverdienen sein. Wer heuer zu Jahresanfang um 10.000 Euro europäische Aktien kaufte, besitzt jetzt 12.160 Euro. Wer stattdessen US-Aktien bevorzugte, hat fast das gleiche Ergebnis erzielt. Zwar hat sich die Wall Street kaum vom Fleck bewegt, dafür hat der steigende Dollar den Gewinn kräftig aufgefettet. Mit anderen Worten: Praktisch jeder, der 2005 überhaupt auf Aktien gesetzt hat, sitzt jetzt auf hohen zweistelligen Gewinnen.

Auch 2006 bestehen wieder gute Chancen auf ordentliche Profite. Allerdings wird es wesentlich schwieriger werden als heuer, erfolgreich zu investieren. So könnte der Dollar in den kommenden zwölf Monaten von Rücken- auf Gegenwind drehen. FORMAT zeigt, wo die besten Chancen für risikofreudige Investoren liegen und wie auch konservative Anleger auf ihre Rechnung kommen.

Bullen bleiben optimistisch
Die Ausgangslage für 2006 ist jedenfalls viel versprechend. So sind Wiener Aktien trotz des kräftigen Anstiegs um fast 40 Prozent immer noch günstig. Alois Wögerbauer, Manager des Österreich-Aktienfonds der 3 Banken Generali, der heuer sogar 59 Prozent zulegte: "Die Unternehmensgewinne haben sich derartig erfreulich entwickelt, dass das durchschnittliche Kurs-GewinnVerhältnis für 2006 immer noch bei rund 13 liegt. Wenn sich die Kurse der Wiener Aktien weiterhin so entwickeln wie die Firmengewinne, sind 8 bis 13 Prozent Rendite zu erwarten".

Ähnliches gilt für ganz Europa. Die Gewinndynamik ist intakt, außerdem können die Aktionäre schon aufgrund der hohen Gewinne 2005 mit Dividenden von im Schnitt 3 Prozent rechnen. Für eine bessere Stimmung in Deutschland sprechen nicht nur die Wirtschaftsbelebung durch die Fußball-Weltmeisterschaft, sondern auch die absehbare Sonderkonjunktur zu Jahresende: Weil die Umsatzsteuer 2007 von 16 auf 19 Prozent erhöht wird, werden viele die Anschaffung von Auto und Co vorziehen.

Es können auch harte Zeiten kommen
Auch wenn der Ausblick auf die Börsen derzeit durchaus positiv ist, sollte man sich schon jetzt auf mögliche Turbulenzen vorbereiten. Hauptrisikofaktor ist die Entwicklung in den USA. So geht Ende Jänner der legendäre Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, in Pension. Sein Nachfolger, Ben Bernanke, gilt zwar als gute Wahl, muss sich aber erst das Vertrauen der Investoren erwerben. Außerdem erwarten viele Experten, dass das robuste US-Wirtschaftswachstum spätestens 2007 merklich abkühlt. Eine derart lange Phase mit Wachstumsraten von über 3 Prozent hat es zuletzt Mitte der achtziger Jahre gegeben. Außerdem beruht ein Großteil des Wachstums auf Pump: Amerikaner finanzieren den Konsum zunehmend durch zusätzliche Hypotheken auf ihre Eigenheime. Das französische Börsenanalysehaus JCF schätzt, dass das US-Wachstum ohne dieses Kreditdoping nur 1 statt 4 Prozent betragen würde. Rick Bensignor von der US-Investmentbank Morgan Stanley rechnet deshalb mit einem Wechsel des Börsenklimas in der Mitte des Jahres: "Wir glauben an höhere Börsenkurse im ersten und vielleicht auch im zweiten Halbjahr, aber dann an einen signifikanten Rückschlag."

Für Schoellerbank-Vorstand Heinz Mayer sind derartige Probleme am Horizont kein Grund, schon jetzt voll auf die Bremse zu steigen: "Ich halte es wie beim Autofahren. Erst wenn ich sehe, dass die Kurve kommt, lenke ich ein. Bis dahin bleiben Aktien mein klarer Favorit." Schließlich sagt eine alte Börsenweisheit, dass man die höchsten Gewinne kurz vor einem Rückschlag macht. Wer zu früh aussteigt, verpasst das Beste.

Zudem besteht die Möglichkeit, einen Teil des Kapitals in Bereichen zu investieren, die von einer Krise sogar profitieren können. Sollte wirklich ein plötzlicher Schock auf die Börsen zukommen, ist Gold ein programmierter Gewinner. Und auch bei einem weiteren Wachstum der Weltwirtschaft ist Gold viel versprechend. Graham Birch, Chef des Merrill Lynch World Gold Fonds: "Der Goldpreis wird stark durch den wachsenden Bedarf beeinflusst, so stieg zum Beispiel im 2. Quartal die Goldnachfrage aus Indien um 40 Prozent. Auf der anderen Seite wird es immer schwieriger, Gold zu fördern. Ich sehe keinen Grund, warum der Goldpreis in den nächsten Jahren nicht wieder auf den früheren Rekordpreis von über 800 Dollar steigen sollte."

Vier Prozent auf dem Sparbuch bei Bindung
Wer trotzdem schon jetzt lieber zur Sicherheit Anleihen kaufen will, dem rät Schoellerbanker Mayer zu lang laufenden Euro-Anleihen: "Ich halte die Inflationsängste der Europäischen Zentralbank für übertrieben. Außerdem beginnen die Anleihenzinsen nach dem jüngsten Anstieg am langen Ende bereits wieder zu sinken." Auch bei Sparbüchern sind die Zinsen wieder attraktiver als vor wenigen Monaten - hier gibt es sogar bis zu 4 Prozent für fünf Jahre Bindung. Noch etwas mehr haben zuletzt die neuen konservativen Immobilienfonds erbracht. So erzielte der Immofonds 1 der Volksbanken in den vergangenen zwölf Monaten 4,5 Prozent und dürfte diese Rendite auch in Zukunft halten können.

Anleger, die sich gar nicht entscheiden wollen, wo sie ihr Geld anlegen, sollten sich am wachsenden Markt für Zertifikate umsehen. Hier gibt es immer wieder Angebote, die beachtliche Chancen mit gebremstem Risiko vereinen. So kann man beim Spängler Switch to Best Portfolio (ISIN AT0000454285) gleich auf drei Depots von konservativ bis dynamisch setzen - und bekommt am Ende der fünfeinhalbjährigen Laufzeit 90 Prozent des besten Depots gutgeschrieben. So einfach kann Anlegen manchmal sein.

16.12.2005 10:45