Streit um Flughäfen Bratislava & Kosice geht weiter: Bestbieter müssen nachbessern
- Flughafen Wien und Abertis mit gleichem Angebot
- Frist für zweite Runde soll bis zum 27. Jänner laufen
Der Streit über die Privatisierung der Flughäfen Bratislava/Preßburg und Kosice geht weiter. Der Koalitionsrat ist am Donnerstag zum Schluss gekommen, dass die Angebote der beiden Bestbieter - des Konsortiums TwoOne um den börsenotierten Flughafen Wien und des Konsortium Abertis - ausgeglichen seien. Daher sollten die beiden Bestbieter nun nachbessern. Damit wurde eine zweite Verhandlungsrunde eingeläutet.
Derjenige der beiden Bieter, der mehr Geld für den Flughafen Bratislava biete, werden die Möglichkeit bekommen, die 66 Prozent der Anteile am Flughafen Bratislava und Kosice zu kaufen, hieß es. Offenbar geht es der slowakischen Regierung nun darum, den Preis weiter nach oben zu treiben.
Der slowakische Verkehrsminister will nun möglichst bald die Bedingungen der zweiten Runde bestimmen. Dem Vernehmen nach soll die neue Frist für die Nachbesserung der Angebote nun bis zum 27. Jänner laufen.
Die Entscheidung des Koalitionsrates stellt eine Reaktion auf die Vorbehalte der oppositionellen Christdemokraten (KDH) gegen einen Verkauf des Flughafens dar.
Verkehrsminister Pavol Prokopovic hatte der slowakischen Regierung den Verkauf von 66 Prozent der Flughafen-Anteile an das Konsortium TwoOne empfohlen, dem neben dem Flughafen Wien auch die Raiffeisen Zentralbank (RZB) und die slowakische Finanzgruppe Penta angehören.
Flughafen Wien nimmt an zweiter Runde teil
Das Bieterkonsortium TwoOne um den Flughafen Wien will sich die neuen Verhandlungs-Kriterien für eine Übernahme der Flughäfen Bratislava und Kosice anschauen und das Angebot dann "gegebenenfalls nachbessern", sagte der Leiter des Konsortiums TwoOne, Michael Fazekas, am späten Donnerstag Nachmittag zur APA. Die Chancen für TwoOne sehe man nach wie vor als "intakt".
TwoOne sei im laufenden Bieterverfahren um die Privatisierung der Flughäfen Bratislava und Kosice zu einer weiteren Verhandlungsrunde eingeladen worden, bestätigte Fazekas entsprechende Angaben aus der Slowakei.
"Wir sind überzeugt, mit unserem ambitionierten Business- und Investitionsplan das beste Angebot für eine zukunftsträchtige und nachhaltig positive Entwicklung der Flughäfen Bratislava und Kosice und der gesamten Region gelegt zu haben", betonte Fazekas. Das Offert von TwoOne habe zudem von der slowakischen Privatisierungskommission die beste Bewertung erhalten und TwoOne sei von der Kommission wie auch von dem slowakischen Verkehrsministers Pavol Prokopovic als "Preferred Bidder" empfohlen worden.
(apa/red)
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