Strom-Netztarife sinken weiter: Neues Maut-Modell ab Anfang 2006 geplant
- 10 % Reduktion in den kommenden vier Jahren
- Europa-Vergleich: Österreich über dem Durchschnitt
Die Strom-Netztarife in Österreich werden weiter sinken, wenngleich nicht mehr im Ausmaß der vergangenen Jahre, erklärte Energieregulator Walter Boltz bei einer Veranstaltung der Regulierungsbehörde E-Control zum neuen Anreizregulierungs-Modell für die Festsetzung der so genannten Strom-Mauten ab 1. Jänner 2006.
Die Netztarife wurden seit der völligen Liberalisierung des österreichischen Strommarkte im Oktober 2001 um durchschnittlich mehr als 20 Prozent bzw. 420 Mio. Euro gesenkt. Durch das neue System, das sich an den effizientesten Netzbetreibern orientiert, geht die E-Control bis 2009 von einer weiteren Entlastung von 10 Prozent oder 200 Mio. Euro aus. Ab 1. Jänner 2006 werden die Netztarife in Österreich um durchschnittlich 3 Prozent oder 70 Mio. Euro gesenkt.
Im Europa-Vergleich liege Österreich bei der Höhe der Netztarife "wahrscheinlich" noch immer über dem Durchschnitt, allerdings habe man sich in den vergangenen Jahren deutlich an den EU-Schnitt angenähert. Es sei nun gelungen, die Tarife zu harmonisieren und ein System zu schaffen, das den Kosten entspreche.
(apa/red)
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