Dienstag, 13. Dezember 2005

Keine Entspannung am Arbeitsmarkt: Die Beschäftigungslage in Österreich bleibt trist

  • 11 % der Unternehmen planen 2006 Kündigungen
  • Bundesländervergleich: Wien ist am optimistischsten

Die Beschäftigungssituation am heimischen Arbeitsmarkt bleibt auch 2006 trist. 11 Prozent der österreichischen Personal-Chefs befürchten im 1. Quartal 2006 Mitarbeiter abbauen zu müssen nur 8 Prozent der Befragten rechnen mit einer Personalaufstockung. Dies geht aus dem aktuellen Manpower Beschäftigungsausblick für das 1. Quartal 2006 hervor. Dabei wurden 752 Unternehmen zu ihren Personalplänen befragt.

Im Bundesländervergleich ist Wien am optimistischsten. Hier planen 9 Prozent der Unternehmen Personal einzustellen, während nur 1 Prozent kündigen will. Zuversichtlich sind die Unternehmen auch in Vorarlberg. 12 Prozent planen eine Personalaufstockung, 8 Prozent rechnen mit Kündigungen. In der Steiermark wollen 10 Prozent einstellen und 8 Prozent Abbauen.

In den übrigen Bundesländern ist die Stimmung "eher trist". Am härtesten trifft es Kärnten, dort wollen 15 Prozent der Unternehmen kündigen und nur 3 Prozent Personal aufnehmen. Ebenso kritisch ist die Arbeitsmarktlage im Burgenland: 14 Prozent der Befragten wollen Personal abbauen, lediglich 3 Prozent aufstocken. In Tirol planen 19 Prozent Personaleinsparungen, allerdings wollen immerhin 11 Prozent den Mitarbeiterstand ausweiten. Ähnlich ist die Situation in Salzburg, wo 18 Prozent kündigen und 10 Prozent neu aufnehmen wollen.

Die besten Chancen, einen Job zu finden, gibt es derzeit im Bereich Bergbau & Rohstoffgewinnung und im Bereich Öffentliche Hand & Soziales. So wollen 15 Prozent der Personalchefs im Bereich Öffentliche Hand & Soziales zusätzliche Mitarbeiter einstellen und 11 Prozent wollen abbauen. Im Bergbau & Rohstoffgewinnung stehen 7 Prozent Neueinstellungen 2 Prozent Kürzungen gegenüber.

In der Gastronomie und Hotellerie rechnen gleich viele Arbeitgeber mit Erhöhungen und Kündigungen. In allen anderen Wirtschaftssektoren befürchtet Manpower für das 1. Quartal 2006 Personalabbau. Am kräftigsten dürfte der Personalabbau im Bauwesen ausfallen, wo 12 Prozent der Befragten kündigen wollen und niemand das Personal erhöhen will. Kündigungen wird es auch in den Bereichen Kredit- und Versicherungswesen, Immobilien, Unternehmensnahe Dienstleistungen, im Handel, im Bereich Verkehr und Telekommunikation, in der Land & Forstwirtschaft und in der Energieversorgung geben.

(apa)

13.12.2005 11:57