Fußball-Jahr 2005: Liverpool schaffte das Wunder von Istanbul - ZSKA holt UEFA-Cup!
- Historische Nacht im CL-Finale gegen den AC Milan!
- ZSKA Moskau als erster russischer Europacup-Sieger!
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Mit dem Wunder von Istanbul ging am 25. Mai 2005 eine denkwürdige Champions League-Saison zu Ende. Der FC Liverpool schaffte gegen den AC Milan nach einem 0:3-Rückstand noch den Sieg im Elfmeterschießen und krönte sich zum Fußball-König von Europa. Am Ende der neuen Saison gewannen die "Reds" ihre Gruppe und stehen im Achtelfinale. Rapid ist nach sechs Niederlagen ausgeschieden.
Auch im UEFA-Cup brachte das Finale einen historischen Sieg. ZSKA Moskau gelang durch ein 3:1 über Sporting Lissabon der erste Europacup-Sieg einer russsischen Mannschaft. Die Wiener Austria schied erst im Viertelfinale aus. In der neuen Saison schaffte es kein österreichischer Vertreter in die Gruppenphase.
Ohne österreichische Beteiligung - der GAK unterlag in der Qualifikation dem späteren Sieger Liverpool - ging die Champions League 2005 in die K.o.-Phase. Ajax Amsterdam, Deportivo La Coruna, Valencia und der späteres UEFA-Cup-Gewinner ZSKA Moskau waren in der Gruppenphase unter anderem auf der Strecke geblieben.
Nach zwei souveränen 3:1-Siegen von Liverpool über Bayer Leverkusen im Achtelfinale, kam es in der Runde der letzten Acht zum Aufeinandertreffen mit Juventus Turin. Dort fanden sich auch Lyon (nach einem 7:2 über Werder Bremen), Eindhoven, Inter, der AC Milan, Chelsea und Bayern wieder. Einem 2:1 an der Anfield Road durch Treffer von Hyypiä und Luis Garcia bzw. Cannavaro folgte ein 0:0, bei dem die Nordengländer zum ersten Mal so richtig ihre Abwehrstärke unter Beweis stellten. Die Bestätigung folgte im Halbfinale, der "Battle of England" gegen den FC Chelsea. Den Londonern gelang in beiden Partien kein Treffer. Für die "Reds" schlug Luis Garcia zu und katapultierte den englischen Rekordmeister ins Finale.
Somit landete der FC Liverpool im Finale in Istanbul. Gegner Milan nahm die Hürden Manchester United, Inter Mailand und PSV Eindhoven auf dem Weg ins Endspiel.
Dort gaben zunächst die Italiener den Ton an. Maldini (1.) und Hernan Crespo (39., 44.) stellten eine 3:0-Pausenführung für die "Rossoneri" her. Doch nach der Pause führte Liverpool-Kapitän Steven Gerrard sein Team mit einem Kopfball noch einmal heran. Kurz darauf sorgte Vladimir Smicer das 3:2 und Xabi Alonso setzte seinen Elfmeter-Nachschuss zum3:3 in die Maschen. In der Verlängerung ließ Milan-Stürmer Andrej Schewtschenko zwei Großchancen aus - es blieb beim Unentschieden. Im Elfmeterschießen avancierte Liverpool-Keeper Jerzy Dudek im Stile eines Hampelmannes zum Matchwinner. Der Pole parierte gegen Pirlo und Schewtschenko und bescherte dem FC Liverpool damit den fünften Meistercup-Sieg der Vereinsgeschichte.
In der CL-Saison 2005/06 kamen in der Gruppenphase alle Favoriten weiter - mit einer Ausnahme. Manchester United, Champions League-Gewinner 1999, zog in der Gruppe D den Kürzeren. Die Engländer schafften es als Gruppen-Letzter nicht einmal in den UEFA-Cup. Rapid, nach einem 1:0-Auswärtssieg in der "Quali" bei LOK Moskau in Gruppe A, schied als schlechtestes CL-Team der Saison 2005/06 mit sechs Niederlagen aus.
UEFA-Cup: ZSKA sorgte für historischen Sieg
ZSKA Moskau kürte sich 2005 zum ersten russischen Europacup-Sieger der Fußball-Geschichte. Die Hauptstäder bezwangen im Finale Sporting Lissabon in Lissabon mit 3:1. Die Tore erzielten A. Berezutskiy (56.), Zhirkov (66.) und Vagner Love (75.) bzw. Rogerio (29.).
Der UEFA-Cup wurde erstmals mit einer Gruppenphase begonnen. In der Zwischenrunde im Februar 2005 setzte sich der Erfolgslauf der Wiener Austria in der K.o.-Phase mit Siegen über Athletic Bilbao und Real Saragossa fort. Erst im Viertelfinale war gegen den FC Parma Endstation. Der GAK kam in seiner Gruppe ebenfalls weiter, schied aber gegen den FC Middlesbrough aus England unglücklich aus.
Im September 2005 kam für beide österreichischen Vertreter zum Start der UEFA-Cup-Saison 2005/06 das Aus. In der ersten Qualifikationsrunde schied die Wiener Austria gegen Viking Stavanger (0:1, 2:1) aus. Der GAK musste gegen Straßburg die Segel streichen (0:2,0:5).
(red)
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