Die Eishockey-WM 2005 in Österreich: Ein Abstieg inklusive Pleiten, Pech und Pannen!
- Siegloses ÖEHV-Team stieg in Zweitklassigkeit ab!
- "Schwimm-WM": Schlechtes Eis sorgte für Aufregung!
Tschechien nach 3:0 über Kanada Weltmeister!
Vom 30. April bis zum 15. Mai war Österreich Schauplatz der Eishockey-Weltmeisterschaft. In Innsbruck und Wien gingen die Top-Nationen der Welt auf die Jagd nach dem Puck. Zum Weltmeister rönte sich am 15. Mai die Tschechische Republik. Für Österreich verliefen die Wettkämpfe sportlich und auch organisatorisch mehr als enttäuschend.
Einen Tag vor dem WM-Start gab es bereits den ersten Schock für die Veranstalter. Beim Testspiel Österreichs gegen die Schweiz brach die Eisfläche in der Wiener Stadthalle gleich an mehreren Stellen.
Das Eröffnungsspiel zwischen Österreich und Russland ging dennoch über die Bühne. Die "Adler"präsentierten sich rund um Neo-Keeper Bernd Brückler gut. Gegen die starken Russen gab es dennoch eine knappe 2:4 Niederlage.
Den zweiten WM-Tag beherrschten wieder Probleme mit der Wiener Eisfläche. Zu hohe Temperaturen in der Stadthalle sorgten für einen Wasserfilm auf dem Eis. "Er ist gut zur Bank zurückgeschwommen", meinte etwa der tschechische Teamchef Vladimir Ruzicka sarkastisch.
Auch das Erscheinungsbild bei der Wiener Stadthalle sorgte für Aufregung. Mehrer Medien berichteten von unordentlichen Zuständen in Wien. So stellte etwa die "Süddeutsche Zeitung" fest: "Die Stadthalle, in der die Eishockey-WM abgewickelt wird, ist gemessen am Steffl nagelneu, aber für eine Sportarena sind 40 Jahre ein historisches Alter. Für die WM wurde ein optisches Lifting zugesagt, auffallend ist aber eher eine Baustelle, die das Areal umzingelt."
Sportlich lief es für Österreich auch nicht besser. Das 0:5-Debakel gegen Weißrussland am 2. Mai bedeutete für die Mannschaft von Teamchef Herbert Pöck den Gang in die Relegation. Mit einem 1:8-Vorrunden-Debakel gegen die Slowakei im Gepäck reiste das ÖEHV-Team zum Relegationsort Innsbruck. Dort warteten Deutschland, Slowenien und Dänemark.
Nach einem 2:2 gegen die Deutschen enttäuschten die Österreich erneut und unterlagen Dänemark mit 3:4. Die Österreicher benötigten im abschließenden Spiel gegen die Slowenen daher einen Sieg mit acht oder mehr Toren um nicht abzusteigen. Das Wunder blieb mit einer 2:6-Niederlage klar aus und Österreich feierte als erster siegloser Gasgeber einer A-WM eine Premiere.
Zum Weltmeister krönten sich in der Wiener Stadthalle die Tschechen. Das Team um Superstar Jaromir Jagr bezwang im Viertelfinale die USA im Penalty-Schießen, im Halbfinale Schweden mit 3:2 und setzte sich im Finale gegen Kanada mit 3:0 durch.
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