Leichtathletik: 100-Meter-Sprinter Tim Montgomery trat nach Doping-Sperre zurück
- Ex-Weltrekordler will Preisgelder nicht zurückgeben
- US-Amerikaner trennte sich auch von Marion Jones
Der US-Sprinter Tim Montgomery hat am Mittwoch seinen Rücktritt erklärt. Der ehemalige Weltrekordhalter über 100 m war am Tag davor vom internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. "Ich habe abgeschlossen und bin zurückgetreten", erklärte der 30-Jährige aus seinem Domizil in Hampton, Virginia.
Montgomery erklärte zudem, er werde die vom internationalen Verband IAAF zurückgeforderten Preisgelder nicht aushändigen. "Vergesst das, erst recht, wenn man sieht, auf welche Art sie (die IAAF; Anm.) mich für zwei Jahre suspendiert hat. Wäre ich positiv getestet worden, würde ich jeden Penny zurückzahlen", sagte er.
Montgomery war am Dienstag vom CAS in Lausanne im Zuge der Balco-Affäre für zwei Jahre bis Juni 2007 gesperrt worden. Das Urteil basiert auf Indizien. Montgomery war wie die gleich lang von den Wettkampfbahnen verbannte Staffel-Olympiasiegerin Chrystie Gaines nie positiv getestet worden.
Montgomery hat dem britischen Fernsehsender BBC gegenüber auch erklärt, dass er sich von seiner Lebenspartnerin Marion Jones getrennt hat. Auch sie war im Zuge des Skandals um das kalifornische Doping-Labor, in dem das Designer-Steroid THG entwickelt wurde, ins Visier der US-Fahnder geraten.
Die dreifache Sprint-Olympiasiegerin von 2000 in Sydney hat jede Verwicklung in die BALCO-Affäre bestritten. Jones und Montgomery galten als Traumpaar der Leichtathletik. Sie haben ein gemeinsames Kind.
(apa)
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