Oranges "BZÖ" erblickte das Licht der Welt:
Haider-Produkt versauerte bei den Wahlen
- Nach Spaltung im April 2005 verflog der Optimismus
- Plus: BILDER des Gründungskonvents und alle Infos
·Klicken: Die BILDER
des Gründungsevents
Viele Orangen, Tänzer und die BZÖ-Granden feiern
·KLICKEN: Das BZÖ-Parteiprogramm
"Idee einer freiheitlichen Gesellschaft" als Leitbild
·BZÖ: Oktober-Wahlen ein voller Misserfolg!
In der Steiermark und
in Wien hinter der KPÖ
·So wurde aus der
FPÖ das neue BZÖ
Durchklicken: Turbulente Wochen für Freiheitliche
·Europa staunte über
die Spaltung der FPÖ
Pressestimmen: "Hang
zur Selbstzerstörung"
Die Spaltung der FPÖ ist seit 4. April 2005 Tatsache. Obfrau Ursula Haubner gab ihren Rücktritt bekannt und wechselte gemeinsam mit der ganzen bisherigen Parteispitze in das neue "Bündnis Zukunft Österreich" (BZÖ). Dessen Chef wurde der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Die Koalitionsmehrheit war gesichert, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel über den Vorgang informiert. Die ÖVP hielt ihrem Koalitionspartner trotz der Parteispaltung bei den Freiheitlichen die Stange.
Das Auseinanderbrechen der FPÖ hatte sich seit Wochen abgezeichnet und mit dem mühseligen Parteiausschluss des EU-Abgeordneten Andreas Mölzer ihren Höhepunkt erreicht. Kurz nach Haiders Rückkehr aus Nordamerika wurden Fakten geschaffen. In einer eilig einberufenen Pressekonferenz in der Urania, Sitz eines Kasperltheaters und einer Sternwarte, wurde die Neuaufstellung mit dem neuen Namen und einem orangenen Logo präsentiert.
Kurz darauf haben die Kärntner Freiheitlichen den Austritt aus der Bundes-FPÖ und den Beitritt zum BZÖ beschlossen. Auch die Vorarlberger Landesgruppe erklärte sich für unabhängig, ohne allerdings deswegen dem BZÖ automatisch beizutreten.
Dass er selbst eine Kampfabstimmung gegen den Wiener Chef Heinz-Christian Strache vermeidet, begründete Haider damit, dass er keine Kräfte mehr für solche Auseinandersetzungen verschwenden wollte.
BZÖ enttäuscht bei den Wahlen im Oktober
Äußerst bescheiden fiel der Start des BZÖ bei den Oktober-Wahlen aus. Bei den ersten Kandidaturen in der Steiermark und in Wien war Jörg Haiders "Bündnis" nicht nur weit schwächer als die FPÖ, sondern auch jeweils schwächer als die KPÖ. In beiden Ländern landeten die Orangen am letzten Platz der landesweit antretenden Parteien.
Wesentlich erfolgreicher als das BZÖ war auch der andere FPÖ-Abspalter, das Liberale Forum (LIF), in seinen ersten Wahlen in den 90er-Jahren. Das BZÖ versuchte - besonders augenfällig im Wiener Wahlkampf -, sich als der liberale Flügel der Freiheitlichen zu positionieren.
(apa/red)
