Schweres Erdbeben erschüttert Südasien: Mindestens 87.000 Menschen sterben!
- Internationale Hilfe läuft ausgesprochen langsam an
- PLUS: Die Horror-BILDER aus dem Erdbebengebiet
·Erdbeben warf 100 km langen Bruch auf
Seismologe: Schäden im Umkreis von 200-300 km
·Schweres Beben in Südasien: Die BILDER
Zerstörungen, Chaos und Trauer nach Katastrophe
·Tödlichste Beben der letzten zehn Jahre
KLICKEN: 250.000 Tote durch Beben in Asien '04
·Bisherige schwere Erdbeben in Asien
KLICKEN: Tausende Tote in vergangenen Jahren
·INFO: Richterskala
International gültige Liste zur Beben-Bestimmung
Am 7. Oktober kostet eines der schwersten Erdbeben der vergangenen Jahrzehnte in Südasien mehr als 87.000 Menschenleben und richtet massive Verwüstungen an. Durch den Erdstoß der Stärke 7,6 in Kaschmir werden vor allem in Pakistan drei Millionen obdachlos. Hunderttausende müssen trotz des einsetzenden Winters in Zeltlagern ausharren.
Trotz Beileidsbeteuerungen bleibt die internationale Hilfe im großen Stil zunächst aus. Erst eine internationale Geberkonferenz in Islamabad bringt Mitte November mehr als fünf Milliarden Dollar (4,28 Mrd. Euro) an Spendenzusagen.
Österreichische Helfer warnen vor Todeswelle in Pakistan
Nach dem Wintereinbruch im Norden Pakistans mussten die Erdbebenopfer erneut um ihr Leben kämpfen. Österreichische Katastrophenhelfer befürchteten viele Kältetote. "Hubschrauber können nur mehr Versorgungsflüge durchführen, wenn die Schneefälle kurz nach lassen", sagte Wolfgang Linder, österreichischer Caritas-Katastrophenhelfer in Islamabad.
Die pakistanische Regierung habe nach Informationen der UNO rund 600 Maultiere zur Verfügung gestellt, um Hilfsgüter in die entlegensten Gebiete zu transportieren. Eineinhalb Monate nach dem Erdbeben fehlten immer noch Zelte. In der Region Kaschmir sinken die Temperaturen im Winter auf bis zu minus 20 Grad. Die Kälte kostete bereits Menschenleben. 3,5 Millionen Menschen drohten zu erfrieren. Bei Zeltverteilungen der Hilfsorganisationen, die wegen der schlechten Wetterbedingungen immer seltener würden, stehe den Erdbebenopfern diese Angst ins Gesicht geschrieben. (apa/red)
