Bombe im Baskenland explodiert: Anrufer bekennt sich zu Anschlag im Namen der ETA
- Warnung ging um 20 Uhr ein, Explosion um 21 Uhr
- Umgebung gesperrt - verletzt wurde dabei niemand
Vor einem Fischgeschäft im spanischen Baskenland ist am Samstagabend eine Bombe explodiert. Zuvor hatte ein Anrufer im Namen der Separatistengruppe ETA vor der Bombe gewarnt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hatte das Gebäude in Irura nahe der Hafenstadt San Sebastian evakuiert und die Umgebung abgesperrt. Auch der Verkehr auf der viel befahrenen Schnellstraße N1 wurde vorübergehend gestoppt.
Die ETA kämpft seit langem für einen unabhängigen Staat in der Grenzregion im Norden Spaniens und dem französischen Südwesten. Dabei hat sie seit 1968 fast 850 Menschen getötet. Ihren bisher letzten tödlichen Anschlag verübte die ETA im Mai 2003, als bei einer Autobombenexplosion zwei Polizisten umkamen. Vor elf Tagen musste der Flughaften der Stadt Santander wegen mehrerer kleiner Explosionen geräumt werden, denen eine Warnung der ETA vorangegangen war.
Nach Einschätzung der spanischen Regierung ist die ETA (Euskadi Ta Askatasuna/Baskenland und Freiheit) von Fahndungserfolgen in den vergangenen Jahren erheblich geschwächt worden. Im Mai hatte sie Verhandlungen angeboten, wenn die ETA der Gewalt abschwört. (apa)
