Attentate auf Londoner U-Bahnen: Geheim-dienst stufte Terroristen als ungefährlich ein
- 52 Menschen wurden bei Anschlägen am 7. 7. getötet
·London: Polizeichef Blair wird überprüft
Tötung des unschuldigen Brasilianers im Visier
Zwei der vier Selbstmordattentäter von London sollen nach einem Zeitungsbericht im Jahr 2004 vom britischen Inlandsgeheimdienst MI5 in Zusammenhang mit Terrorismus überprüft worden sein. Neben dem Anführer Mohammad Sidique Khan sei auch Shahzad Tanweer von den Geheimdienstlern nicht als eine Gefahr eingestuft worden, berichtete der "Independent" ohne Angabe von Quellen.
Tanweer, der am 7. Juli mit einer Rucksackbombe in eine U-Bahn stieg, sei 2004 indirekt mit dem geplanten Bau einer Bombe in Verbindung gebracht worden. Damals seien keine weiteren Schritte gegen ihn eingeleitet worden, weil es andere Hauptverdächtige gegeben habe.
Das Blatt verwies auf frühere Berichte, wonach auch Khan dem Geheimdienst vor den Anschlägen bekannt war. Nach den Anschlägen vom 7. Juli, bei denen neben den Attentätern 52 Menschen getötet wurden, hatte es zunächst geheißen, dass alle vier Attentäter zuvor keine Verbindungen zum Terrorismus hatten. (apa)
