Mittwoch, 14. Dezember 2005

Nächste Hinrichtung in den USA vollzogen: 77-jähriger Mann stirbt durch die Giftspritze

  • Nixon ältester Delinquent seit Wiedereinführung 1976
  • PLUS UMFRAGE: Sind Todesstrafen für Sie vertretbar?
    BILDER: Große Demonstration gegen Hinrichtung

Als bisher ältester Todeskandidat in den USA seit 1976 ist der 77-jährige John Nixon im US-Staat Mississippi hingerichtet worden. Er wurde am Mittwochabend im Gefängnis von Parchman im Mississippi-Delta mit der Giftspritze getötet, wie die Behörden bekannt gaben. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof der USA einen Aufschub der Hinrichtung abgelehnt. Gouverneur Haley Barbour hatte bereits vor ein paar Tagen ein Gnadengesuch zurückgewiesen

Im US-Staat Mississippi ist seit drei Jahren niemand mehr exekutiert worden. Nixon wurde 1986 zum Tode verurteilt, weil er als Auftragskiller eine Frau ermordet hatte. Seit März 1986 saß er dann in der Todeszelle. Er war der älteste Delinquent, der seit Wiederzulassung der Todesstrafe in den USA im Jahre 1976 hingerichtet wurde.

Unterdessen bat der älteste Todeskandidat Kaliforniens, der 75 Jahre alte Clarence Ray Allen, Gouverneur Arnold Schwarzenegger um Gnade. Er hatte jüngst einen Herzinfarkt erlitten, ist beinahe taub und blind und sitzt im Rollstuhl. Allen wurde zum Tode verurteilt, weil er 1980 die Ermordung von drei Menschen angeordnet haben soll, während er selbst hinter Gittern saß. Seine Hinrichtung ist für den 17. Jänner angesetzt.
(apa)

14.12.2005 07:25