Dienstag, 13. Dezember 2005

US-Präsident George Bush klärt auf: "Ich
lebe nicht in einer realitätsfremden Blase"

  • Staatsoberhaupt mit Weitblick: "Märchen, dass ich nicht weiß, was um mich herum geschieht"

US-Präsident George W. Bush hat die Darstellung zurückgewiesen, er werde durch seine Berater, Politstrategen und Leibwächter vollkommen von der Realität abgeschnitten. "Ich habe nicht das Gefühl, in einer Blase zu leben", sagte Bush am Montag in einem Interview mit dem US-Fernsehsender NBC. Zugleich räumte er ein, dass er nicht einfach "zur Tür hinausgehen und für meine Frau einkaufen" könne.

Es sei jedoch ein "Märchen, dass ich nicht weiß, was um mich herum geschieht." Ebenso sei es falsch, dass er keine Meinungen wahrnehme, die von seinen eigenen Überzeugungen abwichen, fügte der US-Präsident hinzu.

Bush erhält nach eigenen Worten "wirklich gute Ratschläge von sehr fähigen Leuten". Zudem schaue er jeden Tag in die Zeitung, sagte Bush. Wochenmagazine lese er allerdings nicht. "Ich interessiere mich für die Nachrichten, aber überhaupt nicht für Meinungen." In ihrer neuen Ausgabe hatte die Zeitschrift "Newsweek" geschrieben, Bush lebe isoliert in einer Art riesigen Blase aus politischen und Sicherheitsberatern, in der ihn niemand kritisiere.

(apa)

13.12.2005 08:25