Dienstag, 13. Dezember 2005

Starkes Seebeben vor den Fidschi-Inseln: Flutwellen bleiben im Touristengebiet aus

  • Beben erreicht eine Stärke von 6,3 auf Richter-Skala
  • Falschmeldung über zweites schweres Unterseebeben

Ein heftiges Erdbeben hat in der Nacht auf Dienstag den Nordosten Afghanistans erschüttert. Der Stoß der Stärke 6,7 ließ auf einer Länge von mehreren hundert Kilometern die Erde zittern, richtete nach ersten Erkenntnissen in dem dünn besiedelten Gebiet aber nur geringe Schäden an. In der Stadt Dschalalabad wurde eine Frau verletzt, als das Dach ihres Hauses einstürzte, wie die Polizei erklärte.

"Wir hoffen und beten, dass es wenige Opfer geben wird", sagte ein Sprecher des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, Karim Rahimi, bei einer Pressekonferenz. "Aber natürlich war es ein starkes Beben." Laut amerikanischen Geologen lag das Epizentrum etwa 100 Kilometer südöstlich der afghanischen Stadt Feisabad, in der auch Bundeswehrsoldaten stationiert sind. Wegen seiner Tiefe von fast 230 Kilometern habe es nur wenig Schäden angerichtet. Das Beben war bis in die Hauptstadt Kabul und in Indien und Pakistan zu spüren.

Der Gouverneur der Provinz Badachschan, Abdul Madschid, sagte, der Boden habe etwa zwei Minuten lang gebebt. Über mögliche Schäden habe er bisher keine Informationen. Allerdings ist die Kommunikation in die abgelegenen Gegenden der Region schwierig. Einige Provinzregierungen sandten Reiter aus, um die Lage in den entlegenen Tälern zu prüfen.

Das verheerende Erdbeben in der pakistanisch-indischen Grenzregion Kaschmir vom 8. Oktober hatte eine Stärke von 7,6. Damals waren mindestens 87.000 ums Leben gekommen. Die jetzt betroffene Region liegt etwa 200 Kilometer von dem damaligen Erdbebenzentrum entfernt. Aus der Nähe der stark zerstörten Stadt Bagh im pakistanischen Teil Kaschmirs wurde nach dem Beben erneut ein Erdrutsch gemeldet.

In Kaschmir flüchteten die Menschen aus ihren Zelten und verbrachten den Rest der Nacht im Freien, wie die Behörden dort mitteilten. Auch im indischen Teil Kaschmirs liefen die Menschen in Panik auf die Straßen.

Auch in der Nähe der Fidschi-Inseln bebte die Erde. Die Behörden gaben eine lokale Tsunami-Warnung aus, größere Wellen wurden aber nicht gemeldet. Über Schäden oder Verletzte war zunächst nichts bekannt. Das Beben mit einer Stärke von 6,6 ereignete sich laut US-Geologen um 15.16 Uhr (Ortszeit) in einer Tiefe von 29 Kilometern etwa 250 Kilometer von Vanua Levu entfernt, einem der Haupttouristenorte der Inselkette. (apa)

13.12.2005 07:24