Das bringt 2006: Post-Pakete werden um 20 bis 60 Cent teurer - Aus für Telegramm!
- Das Briefporto von 55 Cent wird erst 2007 erhöht
- Vorsicht: Keine Haftung bei Geldsendung in Paketen
Die österreichische Post AG verteuerte mit 1. Jänner 2006 den Versand von Paketen: Die Preise für Inlands-Pakete werden zwischen 20 und 60 Cent angehoben, bei Paketsendungen ins Ausland wird das so genannte Stückgeld, ein gewichtsunabhängiger Fixbetrag, von 11,20 auf 11,80 Euro erhöht. Die Gewichtszuschläge im Ausland bleiben unverändert.
Inlandspakete bis zu zwei Kilo kosten ab dem nächsten Jahr 4,00 statt bisher 3,80 Euro, für Pakete bis zu vier Kilo müssen 5,00 Euro statt bisher 4,80 berappt werden. Bei Paketen bis zu 31,5 kg, der letzten Tarifstufe, werden künftig 12,80 statt bisher 12,20 Euro verrechnet.
Keine Haftung bei Geld in Paketen
Bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen kommt es für den Versand von Paketen zu Klarstellungen, etwa über Haftungsfragen. So will die Post für Geldsendungen in Paketen künftig in keinem Fall mehr haften - auch nicht, wenn das Geld einer Warensendung beigelegt gewesen ist.
Briefporto wird erst 2007 erhöht
Post-Chef Anton Wais ließ bereits im Herbst anklingen, dass ab 2007 die nächste Portoerhöhung auf die Österreicher zukommt - dann bei Briefsendungen. Mit einem Porto von 55 Cent für einen Standard-Brief liegt die österreichische Post im EU-Vergleich aktuell im obersten Viertel. In Deutschland kostet der Brief gleich viel, teurer ist die Post in Dänemark, Italien, Finnland und Schweden. (Schweden und Finnland schlagen allerdings anders als die anderen EU-Staaten auf das Briefporto eine Mehrwertsteuer von mehr als 20 Prozent auf.)
Aus für Telegramm
Am 1. Jänner 2006 geht für die Post eine 160-jährige Geschichte zu Ende. Das altbewährte Telegramm ist in Österreich mit Jahresende endgültig Geschichte. Auslandstelegramme, also den internationalen Telegrammdienst, hatte die Telekom Austria, wie viele andere europäische Telekom-Unternehmen, bereits im Jahr 2001 eingestellt. E-Mail, Mobilfunk und Fax hatten bei den Telegrammdiensten zuletzt zu drastischen Rückgängen geführt. Seien 1984 in Österreich noch mehr als eine Million Telegramme versendet worden, so sind es nun deutlich weniger als 10.000 Telegramme pro Monat. Wer auch in Hinkunft nicht auf die nostalgische Kommunikationsform verzichten will, den verweist die Telekom auf Expresszusteller wie EMS oder UPS, auf andere Botendienste oder internationale Anbieter. (apa/red)
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