Schiffskollision auf niederösterreichischer Donau: Kapitän mit Kreislaufkollaps im Spital
- Schubverbandes kollidierte mit einem Brücken-Pfeiler
Die Ergebnisse der Untersuchungen werden wohl erst am Montag vorliegen. Der Eisenbahnverkehr über die Donaubrücke in Krems bleibt aber vorläufig gesperrt. So sah die Situation am Sonntag aus, nachdem am Tag zuvor das DDSG-Schubschiff "Ybbs" in den Morgenstunden gegen die Brücke geprallt war und einen Pfeiler beschädigt hatte.
"Derzeit sind Taucher am Unfallort. Sie prüfen, ob der Pfeiler unter Wasser Schaden davon getragen hat", erklärte am Sonntagnachmittag ein Beamter der Schifffahrtspolizei in Krems gegenüber der APA. Das Schiff war nach dem Unfall nach Linz weiter gefahren. Es war am Bug beschädigt worden.
Der Unfall hatte sich Samstag gegen 5.00 Uhr früh ereignet. Der Frachtverband war mit rund 3.500 Tonnen Eisenerz und Sonnenblumenkernen beladen gewesen. Trotz der geringen Geschwindigkeit bei der Fahrt stromaufwärts kam es zu dem Unfall. Der Frachtverband geriet mit der linken Seite zu nahe an den Pfeiler und prallte gegen ihn. Dieser wurde etwa einen Meter stromaufwärts geschoben.
Der Kapitän der "Ybbs" erlitt einen Kreislaufkollaps. Sonst wurde aber von den an Bord befindlichen Personen niemand verletzt. Bei dem Schiffsführer bestand kein Verdacht auf Alkoholisierung. Er wurde ins Krankenhaus Krems eingeliefert und sollte am Montag einvernommen werden. Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar.
Die größten Auswirkungen hat der Unfall für den Bahnverkehr zwischen Krems und St. Pölten. Für die Brücke musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Bereits unmittelbar nach der Kollision war der Brückenpfeiler abgesichert worden.
(apa)
