Wintereinbruch in ganz Österreich:
Weiterhin herrscht große Lawinengefahr
- Seit Freitag schon 170 cm Neuschnee in Nordalpen
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Weiterhin große Lawinengefahr gab es in Salzburg in den Nordalpen, Hohen und Niederen Tauern (Stufe 4), in den Lungauer Nockbergen war die Gefahr noch erheblich. Die sehr starken Einwehungen haben Gefahrenzonen gebildet, die zu teilweise untypischen Abgängen führen können, so Michael Butschek von der Wetterwarte Salzburg am Montag. Kettenpflicht gab es Montag früh nur mehr auf der Gerlos Alpenstraße zwischen Krimml und Gerlos.
Auch zu Wochenbeginn blieb die Lawinenwarnstufe 4 (auf der fünfstelligen Skala) für das steirische Oberland aufrecht. Die Warnung "große Gefahr" galt entlang der Nordalpen vom Dachstein bis zur Rax sowie für die Niederen Tauern. Im Toten Gebirge waren seit Freitag 170 Zentimeter Neuschnee registriert worden, 120 Zentimeter am Hochschwab. Im Süden blieb auch am Montag das Wetter weiterhin freundlich.
Im Bereich der Nordalpen sind seit Sonntag wieder zwischen 20 und 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Betroffen waren vor allem die Bereiche des Ausseer-Landes/Totes Gebirge sowie in den exponierteren Nordstaugebieten von den Eisenerzer Alpen über den Hochschwab bis zur Rax. Von Skitouren wurde von Seiten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auch weiterhin abgeraten. Lawinenwarnstufe 4 bedeute, dass jederzeit spontan Schneebretter abgehen können, da die vom Neuschnee gebildete Decke nach meterhohen Verfrachtungen durch "orkanartige Stürme" äußerst brüchig sei.
Allgemeine Schneekettenpflicht herrschte auf der L711, der Ramsauer Landesstraße, auf der L722, der Rohrmooser Landesstraße, auf der Planai, am Zellerrain, am Niederalpl, auf der Kaiserau Landesstraße und am Oppenberg. Eine "straffe Nordwestströmung" soll heute im Oberland weiteren Schneefall bringen, allerdings mit geringer Intensität. Erst in den Nachtstunden werden die Niederschläge wieder stärker, hieß es seitens der ZAMG. Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee werden erwartet. Der Süden bleibe auch weiterhin wetterbegünstigt, es zeigt sich immer wieder die Sonne. Der Wind weht lebhaft, erreicht aber im Vergleich zu den vergangenen Tagen nur mehr Spitzen bis zu 50 km/h.
(apa/red)
